An der B 76 : Eine Düne vom Mango’s bis zum Kiekut

Noch sind die Pflanzen auf dem neuen Sandwall zwischen WTD 71 und Mango’s spärlich gesät, sie werden jedoch schnell wachsen und einen dichten Dünenbewuchs bilden.
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Noch sind die Pflanzen auf dem neuen Sandwall zwischen WTD 71 und Mango’s spärlich gesät, sie werden jedoch schnell wachsen und einen dichten Dünenbewuchs bilden.

Die Rabatten an der B 76 sind jetzt auf zweieinhalt Kilometern Länge mit strandtypischer Bepflanzung versehen. Die Sanddüne ersetzt die abgängigen Rosen.

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06. April 2018, 06:11 Uhr

Eckernförde | Jetzt ist die Düne komplett: Die Stadtgärtnerei hat in den vergangenen Tagen den letzten Abschnitt des Blumenbeets an der B 76 zwischen Domstag und Mango’s durch eine Dünenlandschaft ersetzt. Damit wird die Bundesstraße auf einer Länge von zweieinhalb Kilometern von einer küstentypischen Bepflanzung gesäumt. Heimische Pflanzen wie Wegwarte, Strandroggen, Malven und Grasnelken begrüßen hier die Autofahrer.

Das ganze Projekt begann im Jahr 2015: Die Rosen in den Rabatten an der B 76 waren abgängig. Den Blumen setzte der salzhaltige Ostwind, Streusalz und Schnee zu, dem Unkraut dagegen nicht. Es gab zwei Möglichkeiten: entweder rausreißen und neu pflanzen oder eine Alternative suchen. Doch mit dem Neupflanzen allein wäre es nicht getan: Bodenproben hatten extrem hohe Salzwerte ergeben, also hätte auch die Erde ausgetauscht werden müssen in dem Wissen, dass sich das Schauspiel immer wiederholen würde.

Die Stadtgärtnerei unter der Leitung von Sylvia Bent hat deshalb in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten und Künstler Rüdiger Ziegler etwas Neues ausprobiert: 2015 hob sie die Erde in den Rabatten zwischen Kiekut und Südstrand aus und füllte Seegras und Sand nach. Darin pflanzte sie typische Strand- und Küstenpflanzen, die an Salz gewöhnt sind.

Die Pflanzen entwickelten sich gut, der erste Abschnitt ist mittlerweile dicht bewachsen. So folgte im vergangenen Jahr der Abschnitt zwischen Südstrand und WTD 71 und schließlich das Stück bis zum Mango’s.

Einen weiteren Vorteil hat der Dünenbewuchs: Er ist wesentlich leichter zu pflegen als ein Rosenbeet, ist naturnah, insektenfreundlicher und kostengünstiger.

Anfängliche Bedenken von Bürgern, dass der Sand auf den Fahrradweg fliegen würde, haben sich nicht bewahrheitet. Verwendet wird nämlich kein Strandsand, sondern Sand aus einer Kiesgrube. Er fliegt nicht so leicht und kann leicht von den Wurzeln der Pflanzen gehalten werden.

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