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90. Jahrestreffen : „Eine dänische Erzählung“ auf dem IF-Sportplatz

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die dänische Minderheit in Eckernförde feiert am 24. Mai ihr 90. Jahrestreffen auf dem IF-Sportplatz. Dort werden einige Reden gehalten , eine Pavillonstadt aufgebaut und viele Aktionen für die ganze Familie stattfinden.

Eckernförde | „Den 90. Geburtstag soll die alte Dame feiern, wir feiern das 100. Jahrestreffen in zehn Jahren“, sagt die oberste Organisatorin aller 44 dänischen Jahrestreffen (Årsmøder) zwischen dänischer Grenze und Eider, Gitte Hougaard-Werner. Zusammen mit Fred Witt und freiwilligen Helfern bereitet die dynamische Organisationsleiterin auch das 90. Jahrestreffen der dänischen Minderheit in Eckernförde vor, dass am 24. Mai ab 14 Uhr auf dem IF-Sportplatz im H-.C.-Andersen-Weg gefeiert wird. Die Feierlichkeiten in Südschleswig stehen unter dem Motto „Eine dänische Erzählung“ (En dansk fortælling). Und die wiederum steht ganz im Zeichen der historischen Entwicklung und des vorbildlichen Miteinanders der Menschen in der Grenzregion.

Zum einen wird damit auf den 150. Jahrestag des Deutsch-Dänischen Krieges von 1864 hingewiesen. Die Jahreszahl prangt groß und blutrot auf dem sym,bolträchtigen Plakat. Oben drüber steht 1920, das Jahr der Volksabstimmung und Grenzziehung. Entsprechend der Befriedung und der guten Perspektiven ist die Jahreszahl in deutlich hellerer Farbgebung gesetzt. Und ganz oben das Jahr 2014 in goldenen Ziffern als Zeichen für das goldene Zeitalter, in dem die deutsch-dänischen Nachbarn angekommen sind. Und weiß steht für die Zukunft, die beiderseits der Grenze miteinander gestaltet werden muss. Ein Plakat also voller Aussagekraft und Symbolik, so recht nach dem Geschmack von Gitte Hougaard-Werner, Fred Witt und ihrem Team. „Die Aufklärung und die Gestaltung der Zukunft sind große Themen für die Minderheit“, sagt Hougaard-Werner. Mit dem Engagement, den öffentlichen Veranstaltungen wie den Jahresfesten und der aktiven nachbarschaftlichen Beziehungspflege „machen wir Dänemark ein bisschen größer“.

Davon sollen sich vom 23. bis 25. Mai wieder viele tausend Menschen im nördlichen Landesteil überzeugen. Allein im Kreis Rendsburg-Eckernförde finden sieben große Treffen statt, unter anderem am 23. Mai in Ascheffel, Rieseby und Dänischenhagen und am 24. Mai in Eckernförde. Eckernförde ist neben den drei großen Hauptveranstaltungen am Sonntag in Flensburg, Schleswig und Husum mit erwarteten 1200 Besuchern die viertgrößte Freiluftveranstaltung im Land.

Und das muss generalstabsmäßig geplant werden. Es haben sich neben Bürgermeister Jörg Sibbel und dem hoch angesehenen früheren Minderheitenbeauftragten Kurt Schulz auch der Eckernförder SPD-Bundestagsabgeordnete Sönke Rix und SSW-Landtagsabgeordnete Jette Waldinger-Thiering angesagt. Aus Dänemark kommt der süddänische Regionsrat Hans Philipp Tietje. Fynn Rosenberg und Mads Lausen, Schüler der dänischen Schule, werden gleich zu Beginn eine Jugendrede halten. Auf dem Festplatz werden zahlreiche Pavillons aufgebaut, in denen sich Vereine, Verbände und Einrichtungen präsentieren. Unter anderem wird sich ein gerade gegründeter Förderverein vorstellen, der sich den Bau einer neuen Sporthalle in Eckernförde („Eine Halle für alle“) auf die Fahnen geschrieben hat. Bühne und Sitzplätze werden zentral aufgebaut, drumherum wird die kleine rot-weiße Pavillonstadt mit Festzelt aufgebaut, die mit Attraktionen gespickt sein wird. Es gibt eine große Tombola, die Gabriele und Helmuth Andersen zusammengestellt haben, Spiele, Musik mit dem beliebten Pfadfinderorchester aus Vejle, das bereits um 10.30 Uhr auf dem Gänsemarkt in der Innenstadt spielt, es wird gegrillt, es gibt süße Köstlichkeiten, Kistenstapeln, Kinderschminken , Hüpfburgen, Torwandschießen mit Geschwindigkeitsmessung, eine Schnitzeljagd und ein historisches Quiz, an dem jeder teilnehmen kann. Gegen Ende zum großen Finale um 17.30 Uhr ruft der dänische „Stomp“-Profi Jesper Falch zum gemeinsamen Eimer-Trommeln auf.

 

 

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erstellt am 10.Mai.2014 | 06:03 Uhr

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