Die Möweninsel : Eine Burg, viele Vögel

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07. Oktober 2018, 19:15 Uhr

Im frühen 12. Jahrhundert erbaute Knud Lavard die sogenannte Jürgensburg auf der Möweninsel. Sie verschwand offenbar im Laufe der Zeit, Überreste konnten bislang nicht gefunden werden. Im Mittelalter gab es auch eine Holzbrücke zwischen der Schleswiger Innenstadt und der Insel. Eine große Lachmöwenkolonie war ab 1739 nachgewiesen. Ab 1834 durfte der „Möwenkönig“ gegen Pacht die Eier als Delikatesse an Läden und Restaurants in der Stadt verkaufen. Erst 1989 wurde der Verkauf eingestellt, da die Eier mit Schadstoffen belastet waren. Verkauf und Verzehr wurden deshalb vom Land Schleswig-Holstein verboten. Die Insel wird seit 1991 vom Verein Jordsand betreut. 1913 wurden noch 6000 Lachmöwen-Brutpaare auf der Insel gezählt, im Jahr 2000 waren es keine 300 mehr. Inzwischen leben nur noch Silbermöwen und vereinzelt Heringsmöwen, Flussseeschwalben und Gänse auf dem kleinen Eiland.

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