Verwaltungssitz : Eine Amtsverwaltung – in Zukunft nur ein Haus?

Aus dem Jahre 1970 stammt das Amtsgebäude in Groß Wittensee.
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Aus dem Jahre 1970 stammt das Amtsgebäude in Groß Wittensee.

Im Hauptausschuss des Amtes Hüttener Berge wurde intensiv über die Zusammenführung der Verwaltungen aus jetzt zwei Gebäuden in Groß Wittensee und Ascheffel beraten. Ergebnisoffen soll auch die Option eines Neubaus alternativ zur Nutzung eines alten Amtsgebäudes geprüft werden.

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05. März 2014, 06:00 Uhr

Damendorf | Müssen alle Anwohner in den Gemeinden der Hüttener Berge in Zukunft nach Groß Wittensee, um ihre Behördengänge zu erledigen? Oder vielleicht doch nach Ascheffel, zur bisherigen Außenstelle? Oder befindet sich die Amtsverwaltung in einigen Jahren an einem ganz anderen Ort? Der Damendorfer Bürgermeister Hans Ulrich, in dessen Dörpshus die Sitzung des Hauptausschusses des Amtes Hüttener Berge am Montagabend stattfand, brachte es auf den Punkt: „Ein ganz schwieriges Thema“. Gemeint war der Tagesordnungspunkt 12, der die Zusammenführung der beiden Verwaltungsgebäude in ein Verwaltungsgebäude zum Thema hatte.

Amtsvorsteher Gero Neidlinger bekräftigte den Willen des Amtsausschusses aus der November-Sitzung, langfristig ein gemeinsames Verwaltungsgebäude zu schaffen. „Eine Verwaltung – ein Haus. Wir wollen eine ergebnisoffene Prüfung aller Möglichkeiten“, so Neidlinger. Erste Schritte seien die Klärung des Raumbedarfs, der Grundstücksfrage und die Nutzung des jeweils zu verkaufenden Amtsgebäudes. „Ein Verwaltungsgebäude ist effektiv“, unterstützte Amtsdirektor Andreas Betz das Argument für eine Zusammenlegung. Es spare Personal, Geld für Gebäudeunterhaltung und Zeit für die Bürgermeister und Kommunikationswege. Neidlinger gab angesichts der aufkeimenden Diskussion um den Standort zu bedenken, dass das Innenministerium kurz vor der Fusion beider Ämter am 1. Januar 2008 den Standort Groß Wittensee favorisiert habe.

Der Damendorfer Bürgermeister Hans Ulrich hatte die Lacher auf seiner Seite, als er seine Gemeinde als Standort für die dritte Variante, ein Neubau, ins Spiel brachte. Aber sein Grundgedanke eines Neubaus fand nicht nur die Zustimmung der Ausschussvorsitzenden Christiane Ostermeyer und soll in die Prüfung der drei Möglichkeiten einbezogen werden.

Das Amtsgebäude in Groß Wittensee stammt aus dem Jahre 1970 und war ursprünglich ein Flachdachgebäude. 1978 erfolgte ein Anbau, 2006 eine Aufstockung. 1980 wurde das Haus in Ascheffel gebaut, 2002 wurde das Gebäude um ein Dachgeschoss erweitert. Unabhängig davon gibt es für alle Bewohner der amtsangehörigen Gemeinden eine formelle Neuerung: einen Dauerbescheid über die gleichbleibenden Steuern, wie Grund- oder Hundesteuern. Ändere sich nichts, werde in 2015 kein extra Bescheid mehr verschickt, so Amtsdirektor Andreas Betz.

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