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Eckernförder Zeitung

24. September 2017 | 01:46 Uhr

Ein Zeichen gegen den Krieg

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ostermarsch mit 250 Teilnehmern in der Kieler Innenstadt

„Wenn wir 150 Teilnehmer werden, bin ich schon zufrieden“, sagte Benno Stahn, einer der Organisatoren des Kieler Ostermarsches eine halbe Stunde vor Beginn der Auftaktkundgebung angesichts des zu der Zeit noch recht leeren Asmus-Bremer-Platzes. Am Ende nahmen am Sonnabend nach Polizeiangaben etwa 250 Menschen an der Kundgebung und dem anschließenden Marsch durch die Innenstadt teil – mehr als in den Vorjahren.

Im letzten Jahr kamen gerade mal 100 Demonstranten, im Jahr davor waren es 150. Auch wenn die Teilnehmerzahlen zu Hochzeiten der Ostermärsche wohl nicht mehr erreicht werden – Ende der 1980er Jahre kamen in Kiel laut Stahn 5000 bis 6000 Menschen – haben die aktuellen Ereignisse in der Ukraine oder auch in Syrien wohl doch wieder mehr Menschen mobilisiert an der von der landesweiten Friedensbewegung ZAA und dem Kieler Friedensforum initiierten Veranstaltung teilzunehmen. Neben verschiedenen Friedensinitiativen beteiligten sich unterschiedlichste Gruppen – von den Ärzten gegen Atomkrieg über den DGB und Attac bis hin zur Linken und DKP.

Schwerpunkte der diesjährigen Aktion waren neben der Ukraine und Syrien auch wieder die Themen Auslandseinsätze der Bundeswehr und Waffenexporte. „Der Protest gegen Kriege ist derzeit wichtiger denn je“, sagte Benno Stahn in seiner Begrüßung und betonte, dass Diplomatie vorrangig sei und Krieg niemals eine Lösung. Auch Frank Hornschu, Vorsitzender der DGB Kiel Region, appellierte an alle Konfliktparteien, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um militärische Auseinandersetzungen zu vermeiden und Konfliktlösungen zu finden.

Anschließend sprach Michael Lindner, Oberstleutnant der Reserve und Mitglied beim Darmstädter Signal, das sich als kritisches Sprachrohr aktiver und ehemaliger Offiziere und Unteroffiziere der Bundeswehr versteht. Er ging auf die Frage ein, ob weltweite Interventionen mehr Sicherheit für Deutschland bedeuten. Danach zog der Demonstrationszug über Holstenstraße und Sophienblatt zur Zwischenkundgebung zum Hauptbahnhof, wo Uwe Stahl von Attac an historischem Ort über den Kieler Matrosenaufstand und seine Bedeutung für die heutige Zeit sprach. Im Anschluss marschierte der Zug zurück zum Asmus-Bremer-Platz, wo die Abschlussveranstaltung stattfand.


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