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13 historische Stationen : Ein Wegweiser durch die Sprottenstadt Eckernförde

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Altstadtverein und die Stadtführer haben einen aktualisierten Sprotten-Flyer herausgegeben. Darin werden 13 authentische Orte beschrieben, die mit der Fischindustrie zu tun hatten. Ein gemütlicher Rundgang mit Sprotten-Flyer dauert etwa eine Stunde.

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erstellt am 27.Feb.2014 | 06:25 Uhr

Eckernförde | Wer etwas über die Sprotten und die Fischräucherei erfahren möchte, ist in Eckernförde genau am richtigen Platz. Hier blühte einst die Fischindustrie, in der Altstadt stand Räucherei neben Räucherei. Heute gibt es nur noch eine gewerblich betriebene im Jungfernstieg und in der Gudewerdtstraße eine Museumsräucherei, die in diesem Jahr eröffnet wird. Ansonsten ist die Räucherei Geschichte, aber eine, die lebendig bleiben soll und ein maritimes Erbe darstellt, auf das man stolz ist in Eckernförde.

Der neue, kleine Flyer, den der Altstadtverein in Zusammenarbeit mit den Stadtführern und Unterstützung der Aktiv-Region herausgebracht hat, ist prall gefüllt mit Wissenswertem über Sprotten, die Fischerei und Räucherei. So gab es 1890 in Eckernförde 360 Fischer und 29 Fischräuchereien. Doch das Faltblatt bietet noch viel mehr: Es animiert zu einem Rundgang „Auf den Spuren der Sprotte“ durch die Altstadt und entlang des Hafens. 13 Punkte sind im Flyer markiert, an den Wänden der jeweiligen Gebäude prangen Hinweistafeln mit weiteren Informationen. Der Zwölf-Punkte-Sprottenpfad führt vom 1909 erbauten und 1981 außer Betrieb genommenen Hafenfeuer bis zur noch unter Vollrauch gefahrenen Räucherei Rehbehn & Kruse im Jungfernstieg. Dazwischen werden elf weitere Stationen angesteuert, die alle etwas mit Fisch und Fischräucherei zu tun haben. Dabei können auch eher verdeckte und wenig bekannte Orte entdeckt werden, wie beispielsweise im Kattsund 11 und 13, wo es früher ein Räucherhaus gab, oder in der Gudewerdtstraße 21, dem einstigen Standort einer Heringsräucherei.

„Wenn man locker schlendert, braucht man eine Stunde“, sagt Katharina Mahrt, Vorsitzende des Fördervereins Alte Fischräucherei Eckernförde. Sie hat den Flyer und die Hinweisschilder grafisch in Szene gesetzt. Die Idee für den Sprottenpfad wurde vor längerer Zeit im Altstadtverein geboren und konnte nun professionell umgesetzt werden. Finanziell unterstützt wurde das Projekt in Höhe von 2500 Euro durch noch freie Fördermittel des Europäischen Fischereifonds (EFF), die von der Aktiv-Region Ostseestrand am Hügelland losgeeist wurden.

Regionalmanager Dr. Dieter Kuhn lobte die Initiative und die schnelle Umsetzung durch die Eckernförde Touristik und Marketing GmbH. Da es in der Endphase der Förderperiode noch weitere Mittel gibt, könne Eckernförde noch für ein weiteres Projekt auf Unterstützung hoffen. Für welches, ließ Kuhn offen. Dafür wies der Regionalmanager auf die neuen maritimen Imagepostkarten „fischerleben“ hin, die in der Touristik an der Strandpromenade und im Tourist-Point Kieler Straße gratis ausgegeben werden. Dort gibt es auch den aktualisierten Sprotten-Flyer, der in dritter Auflage erschienen ist.

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