Bürgerhilfe : Ein virtueller Baum für die Wünsche der Bürger

Bislang gibt es ein Angebot auf der Internetseite. Die Resonanz ist jedoch durchweg positiv.
Bislang gibt es ein Angebot auf der Internetseite. Die Resonanz ist jedoch durchweg positiv.

Strande installiert neue Plattform, um Hilfeangebote und -gesuche zusammenzubringen

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10. Januar 2015, 06:00 Uhr

Strande | Eine neue Form der Nachbarschaftshilfe hat die Gemeinde Strande mit Beginn des neuen Jahres initiiert: Über einen virtuellen Wunschbaum auf der Homepage des Ostseebades bringt das Bürgerbüro Menschen, die eine Sach- oder Hilfeleistung anbieten, mit jenen, die eine suchen, zusammen.

Die Idee für das neue Angebot hat Dr. Rudolf Förster von einem Urlaub in Oberbayern mitgebracht. „In einem Dorf gab es einen Baum, in den die Leute Zettel mit ihren Wünschen gehängt haben. Die reichten vom Hund Gassi führen über vorlesen bis zum Hüten eines Hauses“, erinnert sich Förster. Er kam mit den Einheimischen ins Gespräch und hörte, wie gut diese Vermittlung von Wünschen aller Art angenommen wird. „Das fand ich großartig“, sagt Förster.

„Ich wohne fast 40 Jahre in Strande und bin als Arzt in sehr vielen Haushalten älterer Menschen gewesen. Dabei habe ich gesehen, dass es ihnen hier und da an Hilfe fehlt“, erklärt Förster. Aber auch junge Familien zögen derzeit verstärkt in frei werdende Immobilien im Ort und könnten Unterstützung bei der Kinderbetreuung oder der Gartenpflege brauchen, hat der CDU-Gemeindevertreter beobachtet. Über den Wunschbaum könnten Alt und Jung zusammengebracht werden.

Weil sich bei dem rauhen Klima an der Küste Zettel in dem Baum vor dem Bürgerbüro nicht sonderlich lange halten, wurde der Baum kurzerhand auf der Homepage der Gemeinde installiert. Bürger, die ihre Kapazität zur Verfügung stellen wollen, Mobilität oder Gebrauchsgegenstände bieten, oder solche, die etwas davon suchen, melden sich bei Heiko Drescher. Er veröffentlicht die Anfragen dann anonym. Alle Leistungen werden unentgeltlich und ehrenamtlich erbracht. Bislang gibt es ein Angebot: Eine Frau mit Hundeerfahrung würde Hunde ausführen, sofern diese erzogen sind.

Vielleicht entstehe über das Angebot auch ein neues Gemeinschaftsgefühl, sagt Initiator Förster. „Ich hoffe, dass es allen Spaß macht.“

> Der Wunschbaum ist über die Homepage der Gemeinde im Internet unter www.ostseebad-strande.de/strander-wunschbaum.html erreichbar. Bürger können an das Bürgerbüro mailen, info@strande.de, oder sich per Telefon unter 04349/290 melden.

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