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Jugendwaldlager : Ein Streich verdirbt die Laune nicht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

37 Kinder erleben die Natur beim Jugendwaldlager hautnah. Waldeinsätze, Spieleabende und Ausflüge sorgen für Abwechslung.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2017 | 09:07 Uhr

Bei der Waldkirche wird geschaufelt, an der Orchideenwiese wird der Bach freigelegt, auf die Waldwege ragende Äste werden beseitigt und Brennholz wird vorbereitet – das 47. Jugendwaldlager im Hüttener Forst, das von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten unterstützt wird, ist in vollem Gange. 37 Kinder aus ganz Schleswig-Holstein, darunter 14 Mädchen, und 19 Teamer sind in diesem Jahr dabei und wohnen zwei Wochen lang im Wald. Dass das bei den wechselhaften Witterungsbedingungen nicht immer angenehm ist, verwundert nicht.

„Eigentlich haben wir bisher aber Glück im Unglück, weil der Regen meistens vorbeigezogen ist“, meint Manda Steinhauser. „Aber ab und an haben wir doch Probleme, die Klamotten wieder trocken zu kriegen.“ Steinhauser und ihr Stellvertreter Harald Beyer leiten das Lager. Sie sind sich einig: „Auch wenn es regnet, haben wir einen Heidenspaß.“

Am größten Teil der Vormittage packen die Kinder bei Arbeiten im Wald mit an und unterstützen Revierförster Thomas Kahn und die Forstwirte. Aber auch Ausflüge nach Haithabu, ins Schwimmbad, an den Bistensee und in den Erlebniswald Trappenkamp standen schon auf dem Programm. Dazu gab es einen Haik mit Kioskbesuch. Nachmittags und abends ist ebenfalls für Unterhaltung gesorgt. Kreative Bastelprojekte, ein Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Hütten, Singerunden, ein Disco-Abend oder ein Quiz sorgen für Abwechslung.

Besonders gut kommen bei den Kindern aber die Forsteinsätze an. „Die waren bisher mein Höhepunkt. Es macht Spaß, mit Freunden zu arbeiten und dabei noch was Gutes zu tun“, erzählt Kjell Reimann (10), der gemeinsam mit Matti Päpcke (12) und Emal Schahab (13) an der Waldkirche arbeitet. Die drei sind nach einem Streich etwas müde: „Bei uns wurde ein Wecker im Zelt versteckt und der hat heute Nacht locker eine halbe Stunde lang geklingelt, bis wir ihn gefunden haben“, sagt Matti beim Abtragen der Erde.

Paula Clark hat ebenfalls Spaß daran, im Wald anzupacken. „Ich bin zum zweiten Mal da, weil es letztes Jahr schon so gut war“, meint die 13-Jährige. Nur nachts sei es etwas kalt in den Kohten (Zelttyp). „Aber dann geht man kurz ans Lagerfeuer, da ist es immer warm“, erzählt ihre Freundin Janin (14).

Übrigens ist das Lager traditionell eine Handy freie Zone. Das gefällt den beiden Mädchen. „So kommt man weg von dem, was man sonst so tut“, sagt Paula. Der stellvertretende Lagerleiter Harald Beyer pflichtet ihr bei. „Das Naturerlebnis ist ohne die Handys noch besonderer.“

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