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Vier-Straßen-Eck : Ein Standort weckt Begehrlichkeiten

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Frau-Clara-Straße zwischen Fußgängerzone und Hafen hat sich zur Top-Adresse entwickelt. Anstehende Veränderungen locken Interessenten. Auch Familienunternehmen wie Methmanns Mittagstisch erhalten Verkaufsangebote.

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erstellt am 21.Mai.2014 | 06:41 Uhr

Die Frau-Clara-Straße als Verbindung zwischen Fußgängerzone und Hafen ist nach der Neupflasterung und dem verkehrsberuhigtem Ausbau zu einer Top-Geschäftsadresse geworden. Zahlreiche neue, stilvolle Läden haben sich dort angesiedelt, die sich im Verbund mit dem Besuchermagnet Bonbonkocherei und den Restaurants, Weinstuben und traditionsreichen Geschäften zunehmender Beliebtheit erfreuen. Die Frau-Clara-Straße ist aber auch ein beliebtes, zentrales Wohnquartier zwischen Innenstadt, Hafen, Altstadt und Strand.

Während sich in Kürze die Zukunft des einst beliebten, nun aber seit geraumer Zeit leer stehenden Restaurant „Barbarossa“ entscheiden dürfte, sind erstaunlicherweise beim Nachbarn Jens Methmann bereits erste Anfragen eingegangen, ob er seinen Betrieb nicht verkaufen möchte. Methmann betreibt in vierter Generation einen gut gehenden Mittagstisch. Ob es sich bei den Anfragen nur um einen Irrtum oder aber um einen Fall aktiver Akquise handelt sei dahingestellt. Fakt ist, das allein der Standort des Familienunternehmens am Vier-Straßen-Eck – Frau-Clara-Straße, Langebrückstraße, Kieler Straße und Ottestraße – Begehrlichkeiten weckt. Aber: Methmanns Mittagstisch bleibt in Familienbesitz. „Ein Verkauf ist für uns überhaupt kein Thema“, sagt der Firmenchef. Ebenso wenig wie ein Abriss und Neubau, über den ebenfalls in Zusammenhang mit möglichen Veränderungen beim Nachbargebäude spekuliert wird. „Wir haben Renovierungsarbeiten durchgeführt, von daher kommt ein Abriss mit anschließendem Neubau für uns nicht in Frage“, verweist Methmann auf die bereits getätigten Investitionen in das 1890 erbaute Wohn- und Geschäftshaus mit Platz für rund 100 Gäste.

Und dort möchte der 52-Jährige die erfolgreiche unternehmerische Familiengeschichte fortsetzen, die vor 100 Jahren mit Helene Methmann und ihrem Kolonialwarenhandel begann. Später spezialisierte sich sich die Familie auf Lebensmittel, in den 1960er Jahren waren Methmanns Delikatessen heiß begehrt. 1983 schließlich bauten Monika und Georg Methmann den Mittagstisch auf, der seit 1998 von ihrem Sohn Jens verantwortlich geführt wird. Die Eltern sind aber nach wie vor eine große Stütze und stehen ihrem Sohn im Tagesgeschäft zwischen Frühstück und einer reichhaltigen Mittagstischauswahl hilfreich zur Seite.

Mit einer Mischung aus Familientradition, Investition und Innovation möchte Jens Methmann sein Restaurant an dem „immer besser gewordenen Standort“ erfolgreich in die Zukunft führen. Und zwar unabhängig von den Planungen und anstehenden Baumaßnahmen auf dem Nachbargrundstück „Barbarossa“.

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