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Vizeweltmeister : „Ein sportliches Aushängeschild“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Stadt Eckernförde hat die maritimen Fünfkämpfer aus der Sportfördergruppe der Bundeswehr bei einer Feierstunde im Rathaus geehrt. Die Spitzensportler holten bei der Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro Silber in der Mannschaftswertung sowie Gold und Bronze in der Einzelwertung.

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erstellt am 25.Sep.2013 | 06:24 Uhr

Gold, Silber, Bronze – die Sportfördergruppe der Bundeswehr hat bei der diesjährigen Weltmeisterschaft im maritimen Fünfkampf in Rio de Janeiro alle Edelmetalle abgeräumt (siehe EZ vom 20. Juli 2013): Während die Eckernförder im Juli in der Mannschaftswertung den zweiten Platz hinter Polen belegten, wurde der Trainer und aktive Teilnehmer Matthias Wesemann zum vierten Mal in seiner Laufbahn Weltmeister in der Einzelwertung, während Giacomo Geller Bronze erlangte. Als Anerkennung für die Leistung luden Bürgervorsteherin Karin Himstedt und Bürgermeister Jörg Sibbel die Spitzensportler gestern ins Rathaus ein, wo sie sich ins Goldene Buch der Stadt eintrugen.

„Sie sind ein sportliches Aushängeschild für Eckernförde“, sagte Karin Himstedt. „Sie tragen den Namen Eckernfördes hinaus in die große weite Welt.“ Mittlerweile seien die Sportler schon Stammgäste im Rathaus, immerhin landeten sie schon oft auf dem Treppchen, waren schon sechs Mal Weltmeister.

Der maritime Fünfkampf besteht aus den Disziplinen Hindernisbahn, Lebensrettungsschwimmen, Hindernisschwimmen, Seemannschaftswettbewerb und amphibischer Geländelauf. „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis“, sagt der Leiter der Sportfördergruppe Lars Apitz, der als aktiver Sportler selbst schon Gold bei einer Weltmeisterschaft geholt hat. Dennoch ließ er durchblicken, dass das Ziel nach drei Silbermedaillen wieder Gold ist – das das Team zuletzt 2009 in Händen hielt.

Leicht ist das nicht, denn zurzeit befindet sich die Mannschaft im Umbruch: Björn Arendt geht zurück ins zivile Berufsleben, und auch Jörg Porschhöfer und Matthias Wesemann stehen am Scheideweg. Wesemann spürt mit seinen 32 Jahren, dass er seine Leistungen kaum noch verbessern kann und ihm die jungen Sportler im Nacken sitzen. Außerdem wird die Doppelbelastung als Trainer und aktiver Sportler zu groß.

Die alten Hasen verlassen also das Team, frischer Nachwuchs kommt nach – nicht nur ein Vorteil, wie Lars Apitz weiß: „Man braucht zwischen zwei und vier Jahre, um viele neue Leute wieder zu einer Mannschaft werden zu lassen.“ Erst dann ist mit Höchstleistungen in einem eingespielten Team zu rechnen.

Als Einzelkämpferin war wieder die einzige Frau in der deutschen Sportfördergruppe dabei: Isabell Dahlmann. Sie reiste mit einem grippalen Infekt an und entschied teilzunehmen. „Das war an der Grenze“, so Lars Apitz. Dennoch landete sie im Mittelfeld – wer weiß, welche Leistungen sie im Topzustand erreicht hätte.

Der Umbruch in der Sportfördergruppe stellt die maritimen Fünfkämpfer vor eine große Herausforderung: „Wir brauchen Nachwuchs“, sagt Lars Apitz und wirbt für eine sportliche Karriere bei der Bundeswehr.

> www.maritimer5kampf.de

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