zur Navigation springen

2. Handball-Liga : Ein Sonntagabend zum Vergessen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der TSV Altenholz kassiert vor 710 Zuschauern mit dem 28:37 gegen den EHV Aue seine erste Heimpleite in dieser Saison.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Die Handballer des TSV Altenholz haben in der 2. Bundesliga ihre erste Heimniederlage kassiert. Gegen den EHV Aue unterlagen die „Wölfe“ deutlich mit 28:37 (12:18). Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff konnte die Mannschaft von Trainer Klaus-Dieter Petersen nicht an die Leistungen aus den ersten Heimspielen anknüpfen. „Wir haben die entscheidenden Points nicht gesetzt. Während wir oft die falschen Entscheidungen getroffen haben, hat Aue meist den richtigen Pass gespielt“, bilanziert der enttäuschte Petersen.

Gegen die Gäste aus dem Erzgebirge erwischten die Altenholzer einen echten Fehlstart. Nach der frühen 2:1-Führung (3.) drehten die Ostdeutschen mächtig auf und zogen auf 4:2 davon (7.). „Wölfe“-Rechtsaußen Bevan Calvert – gegen die HSG Tarp-Wanderup vor einer Woche noch der Siebenmeterheld – vergab von der 7m-Linie die Chance zum Anschluss. Aue bewies vor allem aus dem Rückraum Konsequenz und führte nach zwölf Minuten mit 9:4. TSVA-Coach Petersen reagierte und zückte den grünen Karton. Am Kreis ersetzte er Kjell Köpke durch Fynn Ranke, der nach sechs Wochen Verletzungspause (Fingerbruch) sein Comeback feierte. Für Max Lipp kam Marius Kastening. Doch die Wechsel der Gastgeber zeigten zunächst keine Wirkung. In Unterzahl traf Rückraumschütze Janar Mägi zum 7:11 (17.). Für den glücklosen Altenholzer Torwart Florian Hossner, der keine Hand an die Würfe des EHV bekam, übernahm Nick Weber die Position zwischen den Pfosten. In der Folge kamen die „Wölfe“ Tor um Tor heran. Rune Dahmke verkürzte nach einem herrlichen Weber-Zuspiel über das gesamte Parkett auf 12:13 (23.). Dieser Zwischenspurt sollte jedoch ein Strohfeuer bleiben, da die Altenholzer sich zu viele Fahrkarten erlaubten. Allein drei Bälle landeten im ersten Durchgang am Pfosten, so auch Calverts Versuch von Rechtsaußen (24.). Bis zur Pause zogen die Auer wieder bis auf 18:12 davon.

Im zweiten Durchgang sollte Neuzugang Thies-Jakob Volquardsen für frischen Wind bei den „Wölfen“ sorgen. Nach einer geschickten Körpertäuschung traf der Ex-Flensburger dann auch zum 14:19 (33.). Insgesamt wirkten die Gäste aber deutlich eingespielter und konsequenter im Deckungsverhalten. Beim 15:24 (37.) war bereits früh eine Vorentscheidung gefallen. Bei den sichtlich geknickten Hausherren lief von nun kaum noch etwas zusammen. Die Folge: Aue enteilte binnen sechs Minuten von 25:18 auf 31:18 (46.).

Nun war bei der jungen Altenholzer Mannschaft Charakter gefragt, den sie auch bewies. Vor allem „Wölfe“-Youngster Sebastian Firnhaber zeigte offensiv eine engagierte Leistung. Auch der mit einem Tape-Verband spielende Ranke bestand den Härtetest mit Abstrichen und verkürzte vom Kreis auf 28:35 (57.). Der schönste Treffer per Kempatrick war jedoch den Auern vorbehalten, als zunächst Marvin Sommer kurz vor Schluss Marcel Schäfer bediente, der zum 28:36 vollstreckte (58.).

Während Gäste-Trainer Runar Sigtryggsson die konzentrierte Vorstellung seiner Mannschaft lobte und nach dem dritten Sieg in Serie von einer „schönen Woche“ sprach, hofft Petersen bei seinem Team auf den Reset-Knopf: „Nächste Woche geht es wieder bei Null los.“

TSV Altenholz: Hossner (1 Parade), Weber (10 Paraden) – Lipp (1 Tor), Calvert (4), Drecke (1), Opderbeck (1), Volquardsen (1), Dahmke (6/1), Köpke, Wegner (3), Ranke (3), Kastening, Firnhaber (3), Starke (5).
EHV Aue: Musil (13 Paraden) – Schäfer (1), Meinhardt (5/4), Roch (1), Brykner (1), Mägi (3), Sigtryggsson (8), Sommer (9), Faith (5), Gunnarsson (1), Kempe (3).
SR: Fratczak/Ribeiro (Kamp-Lintfort/Diepholz).
Zeitstrafen: 6:5.

Siebenmeter: 1:4.
Zuschauer: 710.


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen