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Altenhofer Chronik : "Ein sehr beeindruckendes Werk"

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Druckfrische Chronik der Gemeinde Altenhof im Gasthof Grüner Jäger vorgestellt. Rund 100 Gäste verfolgen Einführung durch Heide Stein.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 07:50 Uhr

Altenhof | Der Parkplatz vor dem Grünen Jäger war voll, im Saal des historischen Gasthofs kein feier Stuhl mehr zu bekommen: Rund 100 Gäste waren zur Präsentation der druckfrischen Chronik "Altenhof 1410 - 2012" gekommen, die jedoch viel mehr bietet, als ein reines Aufzeigen der Entwicklung, wie schon der Untertitel "Geschichte und Geschichten" verrät.

Als Bürgermeister Hilmar Marohn mit seiner Familie in Altenhof heimisch wurde, versuchte er, die Geschichte der Gemeinde und ihre Entwicklung nachzuvollziehen. Hans-Peter Untiedt war ihm dabei eine unerschöpfliche Informationsquelle. Und als er sagte "Enklich müss ma düt mol opschrieben, ans ward dat ellens vergeten", war die Idee zur Chronik geboren. Weitere Interessierte waren schnell für das Team gefunden, das Marohn liebevoll die Dorfbuch-Bande nannte. Dazu gehörten neben Christoph von Bethmann Hollweg Dr. Walter Wilde, Brigitta Schleberger-Jeschke und Pia Klatt. Im Laufe von vier Jahren machten sie in ungezählten Stunden aus einer losen Stoffsammlung das 310 Seiten starke Buch, das Heide Stein, Mitglied im Vorstand der Heimatgemeinschaft Eckernförde, in ihrer Einführung als "sehr beeindruckendes Werk" würdigte. Die große Geschichte - angefangen von der Adelsgeschichte über die Dänischen Herrscher, die Weimarer Republik, die Weltkriege, die Nachkriegszeit und die Demokratische Bundesrepublik - spiegele sich in den Beiträgen im Kleinen wider. Dabei habe der Leser das Gefühl, nichts und niemand sei vergessen. Portraits von Baumveteranen fänden sich ebenso in dem Buch wie Beschreibungen von Denkmälern, längst abgerissenen Gebäuden und verschwundenen Wegen sowie Erinnerungen an Altenhofer Originale wie Seegras -Paul. Auch werde aufgezeigt, wie reich und vielfältig das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der Gemeinde ist: durch die Speeldeel, den Knüdelbüdelclub, die Maler Volker und Corinna Altenhof, den Kunstschmied Ralf Stelzer und das Schleswig-Holstein Musikfestival, das seit vielen Jahren auf dem Gut zu Gast ist. Auch dem Sport auf dem Wasser, im Hochseilgarten und dem Golfplatz sind Beiträge gewidmet. "Dieses Buch hat mir gezeigt, dass Zusammengehörigkeitsgefühl und gemeinschaftliches Handeln möglich sind", fasste Stein zusammen. "Bitte lesen Sie es, und bewahren sie es auf für künftige Generationen."

Es seien nicht aneinandergereihte Daten und Fakten, hielt der stellvertretende Bürgermeister Andreas Moll fest. Vielmehr sei es ein spannendes Buch, das sowohl für zugereiste, als auch alt eingesessene Bürger interessant sei. Und Nachbargemeinden, die ein ähnliches Projekt noch vor sich hätten, warnte er: "Die Messlatte liegt sehr hoch."

Mit einem eigens für den Abend hergestellten Dinkel-Brand aus der Destillerie Altenhof wurde auf das Werk angestoßen, das jetzt zum Preis von 20 Euro im Bürgerbüro des Amtes Schlei-Ostsee in Eckernförde zu haben ist. Am Freitagabend zahlten viele Gäste für eine Widmung des scheidenden Bürgermeisters gern noch mehr - war dieser Aufschlag doch für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft bestimmt.

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