zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

23. August 2017 | 19:52 Uhr

Ein schwerer Weg

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bildungspolitik ist Ländersache, und da wird dann groß aufgeschlagen. Die politische Farbenlehre prägt die Inhalte, gängelt Lehrer, Schüler, Eltern. Die CDU hat ihr dreigliedriges Schulsystem verloren, die SPD ist mit ihren politischen Partnern auf dem Weg in die genau entgegengesetzte Richtung, hat erst die Haupt- und jetzt die Regionalschulen aufgelöst. Im schlimmsten Fall droht ein Kurswechsel im Fünf-Jahres-Rhythmus. Ausbaden müssen dieses Gezerre Schüler, Lehrer und Eltern. Die demografische Entwicklung verschärft die Verunsicherung massiv: Anmeldezahlen brechen ein, Schulen stehen vor dem Aus. In großer Bredouille befindet sich in diesem Spannungsfeld der weiterführende Teil der Fritz-Reuter-Schule. Viele Jahre führte diese Schule ein Schattendasein. Im Blickpunkt standen andere. Jetzt ist der Katzenjammer groß, weil die Zahl der Regionalschüler erstmals die Mindestgröße von 230 unterschreitet – es sind nur 217. Und selbst die gibt es schon nicht mehr, weil sich einige der angemeldeten neuen Fünftklässler nach dem Regionalschul-Aus schon woanders angemeldet haben. Die Resolution ist gut gemeint, die Kritik am allzu zügig verkündeten Aufnahmestopp berechtigt und ein Jahr auf Bewährung wirklich angemessen. Aber es wäre auch ein verdammt schweres Jahr an einer Regionalschule auf Abruf.

zur Startseite

von
erstellt am 13.Mai.2014 | 13:14 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen