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Garten : Ein Rückzugsort im Grünen: Kleingärten sind wieder im Kommen

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Osdorfer Kleingartenverein besteht seit 70 Jahren / Gärten erfreuen sich wieder mehr Beliebtheit alle Parzellen vermietet

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2017 | 09:08 Uhr

Osdorf | „Gegründet wurde der Verein als Speisekammer des kleinen Mannes“, betont Max Theodor Rethwisch, der Vorsitzende des Kleingartenvereins. Das war 1947, als es den Menschen nicht gut ging. Durch diese kleinen Gärten sollte den Menschen die Möglichkeit gegeben werden sich selbst zu versorgen.

Heute sollen die 36 Parzellen den Besitzern einen Rückzugsort bieten, an dem sie sich wohlfühlen. „Jeder darf hier machen wie er will“, betont Rethwisch. Für ihn ist es schön anzusehen, wie der Polizist und der Musiker am Zaun stehen und über ihre Gärten fachsimpeln. Dabei gibt es nur drei Regeln zu beachten: Die Parzelle darf nicht verwildern, der Mittelweg muss Unkrautfrei sein und jeder hat drei Pflichtstunden im Jahr anwesend zu sein. Zudem gibt es eine ungeschriebene Regel, die den Einsatz von Chemie verbietet.

Dennoch ist es nicht mehr so populär im Verein Mitglied zu sein. In den 60er Jahren waren noch 300 Mitglieder verzeichnet. Heute sind es noch 48. Trotzdem fühlt man sich wohl im Verein und deshalb soll das 70-jährige Bestehen im August auch festlich begangen werden. „Es wird wahrscheinlich einen Empfang im Zelt geben. Die Terminfindung ist eine harte Nuss“, sagte Rethwisch. Darüber wurde auf der Jahreshauptversammlung zwar geredet, aber es wurde kein genaues Datum gefunden. Aber der Vorstand um Rethwisch konnte erneuert werden. So wurde Peter Baumhäckel als stellvertretender Vorsitzender und Schriftwart gewonnen. Um die Kasse kümmert sich in Zukunft Nicole Kluge.

Die Kassenwartin freue sich darüber, dass im Verein noch wirklich angebaut und geerntet werde und, dass Wildtiere und seltene Vögel den Weg in die Anlage finden würden. „Darüber kann ich mich immer wieder freuen“, so Kluge.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Pudelverein auf dem Gelände hob der neue Vorstand lobend hervor. „Es ist ein schönes Miteinander geworden“, sagt Rethwisch. Auch deshalb stimmten auf der Versammlung alle mit ja, als es um die Frage ging, ob die Hunde bleiben dürfen. „Durch die Hunde hat auch unser Verein eine Renaissance erlebt“, sagte Rethwisch. Es kämen Familien in die Gärten und zeigten reges Interesse an einzelnen Parzellen. Leider sei aber momentan keine mehr frei. Auch das ist ein Anzeichen dafür, dass es mit dem Verein wieder bergauf geht. Der neue Vorstand wird zusammen mit den Mitgliedern alles daran setzen, dass dieser Trend so bleibt. Vor allem im Jahr des Jubiläums.

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