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Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 19:07 Uhr

Bürger-Forum: : Ein Räderwerk

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 28.Jul.2017 | 06:03 Uhr

Eckernförde | >Matthias Huber, Bürger-Forum: Da es nicht zu allen Themen eine Beschlussfassung innerhalb der Fraktion gibt, möchte Matthias Huber die Positionierung vorläufig nur als Stellungnahme des Fraktionsvorsitzenden verstanden wissen. Seiner Meinung nach sollte Eckernförde „den vorhandenen Motor des Tourismus nutzen“, wobei keine Ferienwohnungssiedlungen entstehen sollten, die von Herbst bis Frühling verwaisen. Die kleinteilige Struktur der Inhaber geführten Geschäfte sollte sich in Richtung Borby fortsetzen, und es sollte eine Wasserverkehrsanbindung (Wassertaxi) von der Hafenspitze zur Ecke Prinzenstraße geben, die Verkehrsberuhigung vom Jungmannufer und eine Erweiterung der Parkpalette an der Fischerkoppel könnten eine Belebung der Bergstraße und des Borbyer Marktplatzes sowie eine Entlastung der Innenstadt mit sich bringen.

„Ein Hotel auf dem Exer, ohne dabei auch nur einen vorhandenen Parkplatz an gleicher Stelle einzubüßen und trotzdem genug Parkplätze für die zusätzliche Nutzung vorzuhalten, scheint nur realisierbar zu sein, wenn zusätzlich die Fläche der jetzigen Stadthalle mit in die Hotelplanung einfließt.“ Die Willers-Jessen-Schule sei der ideale Standort für die Eckernförde Touristik und Marketing GmbH, und auch für die Bücherei gebe es sicher viele Verbesserungen an einem anderen Standort.

Die Bürger bräuchten allerdings einen Veranstaltungsraum mit 40 x 30 Metern Fläche. „Dieser, zusammen mit einem Kino am Bahnhof, wäre nach unserer Meinung die beste Lösung und das sinnlose Sanieren der alten Stadthalle hätte endlich ein Ende“, so Huber. Sollte es zu einer Bebauung links, rechts oder auf beiden Seiten des Stadthotels kommen, erscheine die Form der Erbpacht für dieses Gebiet am sinnvollsten.

Eine Aufstockung des Parkplatzes an der Preußerstraße könne zusätzliche Entlastung für die angespannte Parkplatzsituation bringen. „Leider gibt es für einen Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplanes der so genannten ’Panzerplatte’ keine politischen Mehrheiten. Die Eigentümerin hat mehrere Vorschläge gemacht, die mehrheitlich missfielen. Es wäre an der Politik, einen Rahmen in Form eines Bebauungsplanes vorzugeben.

Stadtplanung müsse wie ein Räderwerk zusammenspielen, in der die verschiedenen Konzepte miteinander verzahnt sind. Um dieses Zusammenspiel zu garantieren, seien begleitende Marktanalysen erforderlich.

Das Bürger-Forum habe bei mehreren städtebaulichen Projekten eine Beteiligung der Bürger gefordert:

>Durchführung einer Ideensammlung zum jeweiligen Projekt (ca. vier Wochen);

>Veröffentlichung der Ideen als Ausstellung und online (ca. vier Wochen);

> öffentliche Diskussion über die Ergebnisse mit Rederecht für alle Anwesenden und Sammlung aller Argumente;

>politische Diskussion zum Thema in den Fachausschüssen und in der Ratsversammlung mit dem Ziel, ein bis drei Ideen zu favorisieren;

>Durchführung einer Marktanalyse, um zu prüfen, ob die favorisierten Ideen umsetzbar sind;

> öffentliche Vorstellung der Ergebnisse der Marktanalyse (anonymisiert);

> politische Diskussion mit Beschlussfassung.

Alle Schritte sollten von den politischen und den beratenden Gremien begleitet werden. „Die Verwunderung darüber, dass die Bürgerinitiative nun erst in die Diskussion einsteigt, zeigt uns, dass an Bürgerbeteiligung noch nicht einmal gedacht wird“, meinte der Fraktionsvorsitzende.

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