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Eckernförder Zeitung

21. September 2017 | 23:32 Uhr

Klein, aber fein : Ein Platzwunder mit Charakter

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Smartclub Schleswig-Holstein startet in Eckernförde in die neue Saison / 28 Fahrer präsentierten ihre individuell gestalteten Schmuckstücke

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Ganze 2,72 Meter lang und 1,58 Meter breit – mit diesen Außenmaßen erlangte der Smart als kleinstes Auto Kultstatus und erfreut sich einer stetigen Fangemeinde. So traf sich gestern der Smartclub Schleswig Holstein am Eckernförder Binnenhafen, um die neue Saison gemeinsam „anzusmarten“.

Schmuck sahen die kleinen Zweisitzer aus, die Liebe zum Detail ließ nur erahnen, wie viel Zeit die Besitzer in ihre Fahrzeuge investiert haben, die mal tiefergelegt, mit Breitreifen oder nachträglich mit Ledersitzen versehen, die Blicke auf sich zogen. Dass das kleinste Auto nicht für kleine Leute ist, machte Sascha Müller mit seinen 2,03 Metern Körpergröße deutlich, der beim Ein- oder Aussteigen wider Erwarten keine Probleme hat. Viel Zeit und Geld hat der 31-Jährige in sein Smart-Cabrio investiert, nachträglich Sitze, Armaturenbrett und Lenkrad mit Leder überzogen. „Bis auf die Polsterarbeiten habe ich alles selbst gemacht“, sagte Müller, Lampengehäuse in Mattschwarz nachlackiert, Standlicht mit besondere Lampen ausgeführt, das Chassis für optimale Straßenlage tiefer gelegt und für besseren Klang vier Auspuffrohre montiert. Kostet ein Smart der aktuellen Serie locker über 16 000 Euro, hat so mancher noch mal einen fünfstelligen Betrag investiert, um sein Auto einzigartig zu machen. „Es ist ein Platzwunder, gibt Lebensgefühl, und man fällt auf“, erklärte die Vorsitzende Sandra Kommoss ihre Einstellung zum Smart. Mit offenen Verdeck zu cruisen, einen Picknickkorb für unterwegs dabei zu haben und die Heckklappe als Tisch zu nutzen – das macht den Reiz für Daniela Frey und Sven Rathe aus.

Zwei Grundmodelle vom Typ 450 und 451 gibt es, letzterer wird ab 2007 gebaut. Wer es sportlicher will, fährt einen Roadster, in der Familienversion gibt es den Smart sogar als Viersitzer. Die meisten der 28 Fahrzeuge, die aufgereiht am Hafen standen, waren Zweit- oder Stadtautos, manche haben sogar bis 84 PS unter der Hecklappe. „Der Heckantrieb erinnert stark an die alten VW-Zeiten“, beschrieb Olaf Witthöft aus Gettorf das besondere Fahrverhalten, das ihn im afrikanischen Wüstensand mehrfach gerettet hat. Fünf Monate war er mit seiner Frau Ingrid mit dem Wohnmobil unterwegs, den Smart führten sie auf dem Anhänger mit. „Mit dem Teil sind wir dort richtig aufgefallen“, berichtete er, an die Stunden der Reinigung vom Wüstensand mag er aber nicht mehr denken.

144 Mitglieder hat der Smartclub. Für die Veranstaltung hätte sich Mitorganisator Rainer Springer aus Eckernförde mehr Teilnehmer aus der Stadt gewünscht. Bevor es zum endgültigen Ziel, der ehemaligen „Landarzt Praxis“ und heutigen Café Lindauhof weiterging, durfte ein Besuch in der Bonbonkocherei nicht fehlen.


> www.smart-club-sh.de

 

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