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Nix mit Ruhestand : Ein Pirat und Clown startet nochmal durch

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Manfred Feuerhak hat mit 64 Jahren das Mannitonka-Theater gegründet.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2015 | 06:20 Uhr

Eckernförde | Er hat mit Udo Lindenberg Musik gemacht und als St.-Pauli-Nachtwächter gearbeitet, war im Hamburger Vermessungsamt tätig und abends Pirat: Die Biografie von Manfred Feuerhak ist bunt – und sie soll noch bunter werden. Denn der gelernte Reproduktionsfotograf startet jetzt im Ruhestand mit seinem neu gegründeten Mannitonka-Theater in Eckernförde nochmal richtig durch.

Bekannt ist der 64-Jährige als Seeräuber vom Piratenspektakel. Dann unterhält er die wartende Menge vor dem Rathaus mit seinen Kollegen, der „Piratenbrut“ mit Liedern und Sprüchen. Dabei hat seine Karriere als Darsteller ganz anders begonnen.

Als junger Mann war er Sänger der Rockband Blonker und ein fester Bestandteil der Hamburger Szene. In der legendären Kneipe „Onkel Pö“ jammten die Musiker manchmal nach einem Konzert zusammen – auch Udo Lindenberg war dabei. Ein Faible für die Schauspielerei hatte Manfred Feuerhak immer schon, dennoch ergriff er mit dem Reproduktionsfotografen einen soliden Beruf, den er am Hydrografischen Institut in Hamburg ausübte. Nebenbei begann er beim „Tagtraum-Theater“, einer Laienspielgruppe, und wechselte zum Scharlatan-Theater, das neben Improvisationstheater unter anderem Stücke für Konzerne entwickelte, in denen die Schauspieler den Mitarbeitern mit Humor Themen wie Kundenfreundlichkeit erklärten. „Das war ein richtiger Zweitberuf“, sagt Manfred Feuerhak. „Einmal hatte ich 43 Auftritte im Jahr. Das war eine harte Schule.“ Sein Hauptberuf blieb jedoch, er wechselte nur ans Vermessungsamt.

Im Jahr 1999 zog Manfred Feuerhak von Hamburg nach Damendorf und gründete seinen Theaterhof Spann. Er gehörte zur Musical-Connection von Claudia Piehl und hat auf den Piratentagen gesungen. Schließlich übernahm er diese Aufgabe mit seiner Truppe ganz, entwickelte mit dem „Sprottenfachmarkt“ ein neues Format. Doch die Verbindung nach Hamburg riss nie ab. Neben seinem Hauptberuf arbeitete er in der Hansestadt auch weiter als Schauspieler, zum Beispiel führte er Touristen als St.-Pauli-Nachtwächter über den Kiez.

Im vergangenen Jahr ging Manfred Feuerhak mit 63 Jahren in den Ruhestand und baut jetzt sein schauspielerisches Programm aus. Mit seiner „Piratenbrut“ war er in diesem Jahr wieder auf dem Piratenspektakel, stand als Wichtel auf dem Weihnachtsmarkt und entwickelte mit „Buttsche, dem Sprottenclown“ eine neue Figur. Außerdem unterstützt er die Produktion bei der Darstelleragentur Komparsenfischer in Schleswig und auf der Carlshöhe.

Einer seiner größten Erfolge aber ist „Henry, der Comedy-Kellner“. Als dieser wird er oft für festliche Anlässe gebucht, ohne dass die Gäste davon wissen. Zunächst wundern sie sich nur über die Marotten des Kellners. Erst wenn die Schrullen immer schlimmer werden, dämmert es den Leuten – ein Riesenspaß.

Wer dagegen etwas ganz anderes haben möchte, für den entwickelt Manfred Feuerhak auch spezielle Theaterimprovisationen. Auch Programme mit mehreren Leuten sind für ihn kein Problem.

> Manfred Feuerhak, Kieler Str. 55, Eckernförde, Tel. 0162/2693812, feuerhak@ vodafone.de, mannitonka.jimbo.com

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