zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 19:27 Uhr

Ein Park für alle und Hafenwatt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 07.Dez.2013 | 00:34 Uhr

Es gibt noch reichlich Klärungs- und Handlungsbedarf in Sachen Bürger-Park, und es lauern jede Menge Fallstricke. Wie konnte es dazu kommen, dass der Parkanlieger und der Ratsherr des Bürger-Forums, Dr. Reinhard Jentzsch, die 4000 Quadratmetern an der Stadt und der Öffentlichkeit vorbei vom Bauunternehmer und Mühlenberg-Investor Udo Wagner aus Tetenhusen abkaufen konnte? Wobei „kaufen“ bei einem Preis von 3000 Euro eigentlich das falsche Wort ist. Wurde vom Käufer (politischer) Druck auf den Investor ausgeübt, oder war es ein normales Grundstücksgeschäft zwischen Privatleuten? Wieso wurde das Vorkaufsrecht der Stadt Eckernförde nicht ausgeübt, beziehungsweise warum kam es nicht zum Tragen? Wurde es Wagner von der Stadt vielleicht nicht deutlich genug zur Kenntnis gegeben, oder hat Wagner es ignoriert? Trifft es zu, dass die Stadt ihr Vorkaufsrecht – wie Wagner behauptet –, auch jetzt noch nach dem Vertragsabschluss mit Jentzsch vom 22. November ausüben kann? Wenn ja, wird sie es ausüben und Jentzsch den Bürgerpark wieder abnehmen?

Eine ebenfalls zentrale Frage hat das Bürger-Forum in ihrer heutigen Pressemitteilung geklärt: Es war ein Fehler des Kommunalpolitikers Reinhard Jentzsch, sich in den politischen Beratungen und Entscheidungsprozessen im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben Udo Wagners am Mühlenberg als „nicht befangen“ zu erklären. Das ist er mit Sicherheit nicht. Jentzsch ist befangen, denn der zwischen ihm und Wagner geschlossene Kaufvertrag kommt nur dann zustande, wenn Wagner Baurecht für seine geplanten Eigentumswohnungen bekommt – und darüber darf der in geschäftlichen Verbindungen mit ihm stehende und eben just von dieser Entscheidung abhängige Ratsherr natürlich nicht mitentscheiden. Eigentlich unfassbar, wie man überhaupt auf eine solch absonderliche Idee kommen konnte.

Der Bürger-Park gehört in Bürger-Hand. Er taugt nicht als umzäunter Privat-Park mit womöglich geschlossenen Pforten, die Bürger würden so etwas ohnehin niemals akzeptieren.

Der Hafen ist so gut wie leer. „Xaver“ hat ganz ordentlich geblasen und zwar fast durchgehend 24 Stunden. Da war bei „Christian“ vor fünf Wochen noch anders: Da ging es zwar noch viel heftiger zur Sache, aber der Orkan war kürzer.

Der Nord- bis Südwest hat das Wasser in die Bucht und weiter in den Fehmarnbelt und noch weiter gen Osten getrieben. Dort sammeln sich die Wassermassen, aber sie kommen irgendwann wieder zurück, wenn der sogenannte Badewanneneffekt einsetzt. Kommt dann ein scharfer Wind aus Ost dazu, wird’s feucht in Eckernförde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen