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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 06:40 Uhr

Natur pur : Ein Paradies gleich nebenan

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wolfgang Herda aus Loose öffnete seinen Naturgarten bei einem Bildervortrag für interessierte Besucher. 80 Nistkästen und mehrere große Teiche hat der Naturliebhaber in seinem Garten eingerichtet und dort über Jahrzehnte viele Tiere erlebt.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2014 | 06:00 Uhr

lLoose | Wer dachte, es wird ein Spaziergang durch einen wunderschönen Garten in Loose wurde dennoch überrascht. Wolfgang Herda nahm kürzlich rund 80 Besucher mit in ein Paradies von Flora und Fauna. Im Vereinsraum der Bürgerbegegnungsstätte war jeder Stuhl besetzt. Hans-Jürgen Mordhorst, Vorsitzender des Kulturvereins Loose, war mehr als erfreut über das große Interesse aber auch auf Herdas Besuch. „Endlich einmal gibt es einen Blick in Wolfgangs Paradies“.

Einen Bildervortrag mit den passenden Geschichten versprach der Naturfreund Herda, der für sein ökologisches Handeln kein Unbekannter ist. So mancher Spaziergänger hat den Blick auf die wunderschönen Frühlingsblumen in seinem großflächigen Garten in Erinnerung. Nun aber erstaunte Herda die Zuhörer über alle Maßen. Was 1980 mit der Übernahme eines Grundstückes begann, ist heute ein Biotop für Pflanzen, Vögel, Amphibien, Tiere und Insekten aller Art.

Seine Hand für die Natur hat der aus Bayern stammende Tierfreund schon von Kindheit an. „Dank meiner Mutter, die jede Pflanze mit Namen kannte und dies weitergegeben hat, habe ich sicherlich den Sinn dafür bekommen. Schon als Junge habe ich Nistkästen gebaut und manche Orchidee kennengelernt, die es hier oben gar nicht gibt“, berichtete er.

Als er 1973 durch die Bundeswehr in den Norden kam, ist er schnell dem Naturschutzbund beigetreten und der Faszination der hier beheimateten Wasservögel erlegen.

Wolfgang Herda hat seinen Garten mit viel Liebe und Freiheitsdenken für Pflanze und Tier angelegt. Die „Ah“ und „Oh“ Rufe füllten den Saal. Herda zeigte eine ganze Reihe wunderschöner Fotos. Eine Zeitreise durch die Jahreszeiten zeigte die Natur in allen Schönheiten. Mit viel Herzblut berichtete der Naturfreund von seinen Pflanzen, darunter über 300 Sorten der Päonie (Pfingstrose) und 45 verschiedene Sorten Narzissen. Neben vielen weiteren Arten fühlen sich auch 60 Apfelbäume alter Sorten, darunter die Kaiser-Wilhelm Frucht oder der beliebte rote Jonathan, bei ihm wohl.

Größtes ökologisches Biotop sind sechs Teiche, die auf einem Gelände von 1500 Quadratmetern erstanden sind. Der Umweltverein Knik übernahm die Bagger-Arbeiten, der größte Teich ist 22 Meter lang, 8,5 Meter breit und hat eine Tiefe von 2,40 Meter. Zusammen mit vier weiteren Teichen und einem kleinen Bachlauf haben Amphibien ein großzügiges Zuhause.

In 80 Nistkästen brüten neben dem Waldkauz und zahlreichen anderen Vogelarten auch die Gänsesäger. Man spürt die Liebe zu den Tieren, wenn Herda von „Puschel“ dem Waldkauz erzählt oder von seinem Dompfaff bis hin zu den Molchen. Herda: „Meine größten Helfer sind die Hummeln und Bienen, sie sorgen für die Verbreitung vieler Pflanzen“.

Für dieses Stück Paradies leistet Wolfgang Herda eine Unmenge an Arbeit, und dies mit viel, viel Liebe. Neben zahlreichen Tipps und Ratschlägen, ließ der Flora- und Fauna- Freund die Besucher ein bisschen Paradies probieren. Jeder erhielt einen Apfel aus dem paradiesischem Garten.

 

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