zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

20. August 2017 | 06:46 Uhr

Markt-Treff : Ein Ökomarkt für Schinkel ?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die ökologisch wirtschaftenden Betriebe in der Region einmal in der Woche mit einem Markt in Schinkel zu präsentieren – das ist die Idee, die Knut Emeis von der Dörpshölp im Redderkrog vorstellte.

Zwölf ökologisch wirtschaftende Betriebe haben sich im Unternehmensverbund Ökoregion Schinkel zusammengeschlossen. Das ist ein Pfund, mit dem zu wenig gewuchert wird, findet Knut Emeis vom Verein Dörpshölp Schinkel. Einmal in der Woche würde er gern einen Markt an der Möhl etablieren, auf dem sich die Bürger mit Ökowaren eindecken und miteinander ins Gespräch kommen – nach dem Vorbild der vom Ministerium für ländliche Räume initiierten Markt-Treffs.

Um die Idee vorzustellen und mit den Einwohnern zu erörtern, hatte die Dörpshölp mit Hermann-Josef Thoben aus dem Ministerium einen ausgewiesenen Fachmann in den Redderkrog eingeladen – hat er doch die Realisierung von bisher 30 Markt-Treffs begleitet, fünf weitere sind derzeit im Bau, fünf in Planung. „Man kann viel mehr aus der Ökoregion machen“, stellte Thoben fest. Die von Emeis skizzierte Idee begrüßte er – „das passt wunderbar zu Schinkel“ –, verheimlichte aber nicht, dass die Umsetzung eine große Herausforderung bedeute. Mit dem Käsestand, der seit einem halben Jahr immer dienstags an der Biobäckerei sein Angebot aufbaut, sei schon ein Anfang gemacht, merkte Kristina Solty an. Er hoffe, dass die anwesenden Bürger das ehrgeizige Thema ins Dorf tragen, schloss Emeis.

Thoben machte deutlich, dass die Begeisterung der Schinkeler entfacht werden müsse, wenn das Projekt gelingen soll. Er empfahl, das Konzept wohl überlegt zu erstellen und sich dabei vor den Schwerpunkten der neuen Förderperiode nicht zu verschließen. Dazu zählen Energie und Klimaschutz, eine nachhaltige Versorgung, Innovation und Wachstum in Wirtschaft und Tourismus sowie Bildung. Es gehe um das Bündeln von Funktionen. Thoben: „Alles in Schubladen zu belassen, bringt uns nicht weiter.“ Weiter appellierte er an die Dörpshölp-Mitglieder und ihre Gäste, bei der Konzeption aus der Sicht der Kinder und Enkel zu denken und forderte sie auf, den Nachwuchs mehr einzubinden. „Wir nutzen nicht annähernd die Möglichkeiten der Partizipation der Jugend“, so Thoben.

Dieter Pansegrau vom Wurzelhof begrüßt die Idee und findet sie sinnvoll, wenn das vorhandene Potenzial genutzt wird, das heißt das Angebot von Bäckerei und Käsewagen an jedem Dienstag an der jetzigen Stelle ausgebaut wird. Die Möhl würde er eher mit sozialen und kulturellen Angeboten beleben wie zum Beispiel einem Bürgerkino einmal im Monat. Auch Dieter Schlieger-Halver von der Bäckerei Kornkraft würde den jetzt schon etablierten Einkaufsort an seinem Laden favorisieren. Man müsse nur gucken, wen man noch ins Boot holt, damit das Angebot interessant genug wird, dass es auch Bestand hat.

zur Startseite

von
erstellt am 28.Sep.2013 | 06:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen