zur Navigation springen

Die Suche nach der Haselmaus : Ein neues Haus für die Haselmaus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Sie sind scheu, selten und klein : Haselmäuse sollen im Naturpark Hüttener Berge eine Heimat finden. Nisthilfen sollen sie locken.

Möchte man als Tourist oder Einheimischer die Hüttener Berge erkunden, weist das Symbol einer unternehmungslustigen Haselmaus den Weg entlang unzähliger Rad-und Wanderrouten. Zielsicher scheint das Maskottchen des Naturparks Hüttener Berge jeden Winkel in Wald, Feld und Flur zu kennen.

Doch der Schein trügt: Laut Atlas der Säugetiere ist die Haselmaus in den Hüttener Berge in den letzten Jahren nicht entdeckt worden. Um diesen Zustand zu ändern, hat der „Verein zur Förderung des Umweltschutzes und der Landschaftspflege im Raume des Naturpark Hüttener Berge“ (VFUL) jetzt die Initiative ergriffen und an geeigneten Stellen Nisthilfen aufgehängt.

„Die Landschaft bei uns stellt mit ihren Waldrändern und Knicks eigentlich ein optimales Biotop für die Haselmaus dar“, erläutert Hans Ulrich, Vorsitzender des VFUL und pensionierter Biologie-Lehrer. Da ein erster Versuch mit kleinen, abnehmbaren Nisthilfen scheiterte, habe man sich nun Rat bei sachkundigen Experten vom Schaalsee geholt. Das neue Modell ist ein größerer und massiver Holzkasten. Anders als jedoch bei einem Nistkasten für Vögel befindet sich das Einschlupfloch nicht an der Kastenvorderseite, sondern auf der Rückseite.

„Die Kästen werden in zwei bis drei Meter Höhe am Baum angebracht“, erklärt VFUL-Mitglied Horst Andritzke. So könne die Haselmaus an der Rinde hinauf klettern und dann in den Kasten schlüpfen. „Gleichzeitig schützt die neue Bauweise vor Räubern“, pflichtet ihm Hans Ulrich bei. Unterstützt werden die beiden engagierten Naturschützer von Landwirt Johannes Jürgen Schröder, auf dessen Land die Nisthilfen für den kleinen Nager installiert werden dürfen. „In meinen Knicks gibt es viele Ecken mit Haselsträuchern“, sagt Schröder und freut sich helfen zu können. Wichtig sei zudem, einen trockenen und warmen Standort für die Kästen auszuwählen, so Ulrich.

Der Verein will bei Kontrollen im Juni und im September abwarten, ob tatsächlich eine Haselmaus den Weg in eine der neuen Nisthilfen findet. Doch auch wenn dies nicht passieren sollte, umsonst sei die Aktion nicht gewesen. Dann nutzen vielleicht Fledermäuse die Kästen als Ruheplatz, sind sich die Naturschützer sicher.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen