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Eckernförder Zeitung

22. Oktober 2017 | 03:44 Uhr

Haarige Angelegenheit : Ein Nackthund mit Fell

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Seltener Powderpuff lebt seit kurzem bei Familie Philp in Fleckeby – ihn kennzeichnet eine Fell-Variante des chinesichen Nackthunds.

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Er hat am ganzen Körper dichtes, recht kurzes weißes Fell. Sie trägt die wenigen, aber dafür langen Haare an Kopf, Füßen und Schwanz modisch frisiert. Auf den ersten Blick haben Boogie und Lenny nicht so viel gemeinsam. Doch die beiden Hunde gehören zur selben Rasse. Sie sind sogar direkt verwandt, denn Boogie ist die Mutter des sechs Monate alten Welpen aus Fleckeby. Chinesischer Nackthund beziehungsweise Schopfhund heißt die seltene Rasse, bei der in einem Wurf häufig sowohl nackte als auch fellige Welpen zur Welt kommen.

Lenny ist ein Powderpuff – so nennt man die Fell-Variante des chinesischen Nackthundes. Übersetzt heißt das Puderquaste, ein Namen, dem Lenny nicht ganz alle Ehre macht: „Sein Fell ist für einen Powdie sehr kurz“, erklärt Frauchen Ulrike Philp. Anfang August nahm sie den Welpen zu sich. Seitdem bringt er ordentlich Stimmung und Freude in das Haus der Familie, die noch drei weitere Hunde hat. „Er ist aufgeschlossen, verspielt und verschmust“, erzählt die 56-Jährige. Mit den anderen Vierbeinern sei er sofort zurechtgekommen. „Er weiß, wie er sich wann verhalten muss, ist sehr plietsch und manchmal ein richtiger Charmeur.“ Und so darf er sich sogar schon zu der sonst eher zickigen Hündin mit ins Körbchen legen. „Die anderen Hunde sind aus dem Tierschutz. Ich bin froh, jetzt mal ein pflegeleichtes Tier ohne Vergangenheit zu haben“, betont Ulrike Philp.

Dabei wollten sie und ihr Ehemann eigentlich gar keinen weiteren Mitbewohner. Doch alle privaten Pläne warf sie über den Haufen, als sie den quirligen Lenny sah. „Es war Liebe auf den ersten Blick. Der tollste Hund, den ich je hatte.“ Züchterin Sylvia Fitze hatte den Kleinen damals für einige Tage zu Ulrike Philps Freundin Annette Voss nach Kosel gegeben. „Er sollte dort schon mal den Alltag kennen lernen“, sagt die Züchterin, die „ihren“ Nachwuchs nun zum ersten Mal in Fleckeby besuchte und als Überraschung Mutter Tap’n Boogie, Rufname Boogie, im Gepäck hatte.

Die Hündin gehört zu der nackten Variante. Diese sei bei der Vererbung dominant, erklärt die Fachfrau. Der chinesische Schöpfhund sei ihrer Meinung nach der ideale Begleiter – auch für Allergiker, denn die Hunde verlören kaum Fell. „Sie sind nicht aggressiv, kläffen kaum und haben ein sehr lebhaftes Wesen“, so Fitze. Das stellte Lenny beim Toben mit seiner zweijährigen Mutter dann gleich unter Beweis.

 

 

 

 

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