Willkommenscafé : Ein Nachmittag im Zeichen der Integration

Kein Platz blieb gestern Nachmittag leer: Rund 70 Besucher kamen in die BBS zum Willkommenscafé.
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Kein Platz blieb gestern Nachmittag leer: Rund 70 Besucher kamen in die BBS zum Willkommenscafé.

Auftakt für das Willkommenscafé von AWO und UTS: Rund 70 Gäste kamen am Donnerstag in die Bürgerbegegnungsstätte.

shz.de von
17. Januar 2015, 06:41 Uhr

Eckernförde | Sie kommen aus Ägypten, Syrien, Afghanistan oder Tschetschenien, haben ihre Heimat verlassen, um Krieg und Unruhen hinter sich zu lassen und in Deutschland Sicherheit und Zuflucht zu finden. In Eckernförde angekommen, stehen viele Flüchtlinge und Zugewanderte vor der Herausforderung, in ihrem neuen Wohnort heimisch zu werden, die Sprache zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Um diesen Integrationsprozess zu beschleunigen, gibt es jetzt eine weitere Begegnungsmöglichkeit in Eckernförde: In den Räumlichkeiten der Bürgerbegegnungsstätte (BBS), Rathausmarkt 3, fand gestern Nachmittag erstmals ein Café unter dem Motto „Willkommen in Eckernförde“ statt. Bei Kaffee und Kuchen konnten Neuankömmlinge mit Eckernfördern und anderen Asylbewerbern, die schon seit längerem in Deutschland sind, in Kontakt treten und sich untereinander austauschen. Rund 70 Besucher nahmen diese Möglichkeit gestern wahr und kamen in die BBS.

„Der Ansturm hat unsere Erwartungen stark übertroffen“, sagt Lutz Oetker vom Verein „Umwelt Technik Soziales“ (UTS), der den Nachmittag gemeinsam mit der AWO Eckernförde initiiert hat. „Das ist ein hoffnungsvoller Auftakt.“ Auch Martin Klimach-Dreger von der AWO zeigte sich zufrieden mit der Auftaktveranstaltung: „Gelegenheiten wie diese sind wichtig, um Stück für Stück Kontakte aufbauen und intensivieren zu können.“

Das Angebot von AWO und UTS ist umfangreich: So bietet etwa UTS seit Anfang Dezember Sprachkurse für Asylbewerber an. Laut Lutz Oetker laufen diese inzwischen sehr gut. „Unser Kursangebot ist sehr differenziert.“ Das müsse es auch sein, da die Sprachkenntnisse der Teilnehmer zum Teil stark auseinander klaffen. Auch was das kulturelle Angebot angeht, sei man in Eckernfördegut aufgestellt, so Oektker weiter. „Wenn ich sehe, wie viele unserem Aufruf heute gefolgt sind, freut mich das sehr – wir sind auf einem guten Weg.“

Unter den Besuchern waren gestern auch Eckernförder, die sich als ehrenamtliche Helfer gemeldet haben und die Neu-Eckernförder bei ihrer Ankunft unterstützen möchten. Insgesamt sind rund 60 Freiwillige dem Aufruf von AWO und UTS gefolgt. Zu ihnen zählen auch Michael Thiele und Martina Damm. Sie bieten als Flüchtlingspaten ihre Hilfe bei der ersten Eingewöhnung und bei Behördengängen an. „Wir haben in kürzester Zeit viele Unterstützer gefunden“, lobte Lutz Oetker das Engagement in Eckernförde.

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