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Eckernförder Zeitung

23. August 2017 | 23:35 Uhr

Neues Konzept : Ein Museum im Umbruch

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eine neue Beschallungsanlage im großen Saal und das Dachgeschoss des Archivs wird als mögliches Magazin geprüft.

Eckernförde | Vor einem Jahr hat die Ratsversammlung das Museumskonzept beschlossen. Darin enthalten ist eine Bestandsanalyse sowie Vorschläge und Maßnahmen zur Aufwertung der Sammlungen, des Ausstellungsangebots und der Präsentationsmöglichkeiten und -medien. Jetzt wollte der Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport hören, wie weit es mit der Umsetzung ist.

„Ich habe eine Prioritätenliste aufgestellt“, erklärte Museumsleiter Dr. Uwe Beitz, der im Februar 2016 in den Ruhestand geht. „Dazu gehören nur Maßnahmen, die von mir auch noch zu realisieren sind. Es ist nicht fair, einer Nachfolge eine Baustelle zu hinterlassen, die möglicherweise aus Sicht der neuen Leitung vielleicht ganz anders hätte aussehen sollen.“ Vorrang hätten Maßnahmen, die für das Erhalten der angestrebten Zertifizierung durch den Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg erforderlich sind.

Konkret umgesetzt wurde der Einbau einer neuen Beschallungsanlage im großen Saal, um diesen Raum für Eröffnungen und Lesungen besser nutzen zu können. „Egal, wo sich der Redner befindet, sind seine Ausführungen im ganzen Raum in gleicher Lautstärke vernehmbar“, so Uwe Beitz. Die bislang wegen technischer Probleme noch nicht betriebsbereite Medienstation werde zurzeit bearbeitet und soll kurz vor Weihnachten in einen Probebetrieb genommen werden. Beitz: „In Angriff genommen wurde auch der Problembereich Sammlungsmagazine.“ Die beiden Hauptmagazine im Dachgeschoss des Museums weisen nur eine geringe Tragkraft auf. Deshalb schlägt Uwe Beitz vor, das Dachgeschoss des Stadtarchivs klimatechnisch so auszubauen, dass dort Teile des Magazinbestandes aus den Bereichen Metall, Holz oder Mischmaterialien eingelagert werden können, um im Dachgeschoss des Museums mehr Raum für die bessere Lagerung von leichten und empfindlichen Objekten wie Ölgemälden zu erlangen. „Das Bauamt hat sich bereit erklärt, bautechnische Voruntersuchungen vorzunehmen.“

Für die Zertifizierung des Museums gehört laut Beitz eine Überarbeitung der Außenwirkung des Museums. Eine auffällige Beschilderung soll zum Beispiel dazu führen, dass es von Besuchern besser gefunden wird. Beitz schlug einen Hinweis am Rathausmarkt und eine Stele vor der Eingangstreppe vor, was jedoch von der Denkmalpflege abgelehnt wurde. Eine neue Lösung soll gemeinsam mit der neuen Museumsleiterin gefunden werden.

Die Elektrosammlung von Immo Wesnigk ist laut Zertifizierungskommission aufgrund der seltenen Exponate „ein unverzichtbarer Bestandteil des Museums“. Damit kommt sie zu einem anderen Ergebnis als das Museumskonzept, das von einer Verlagerung oder gar Aufgabe spricht. Beide sind sich allerdings darin einig, dass die Präsentation nicht mehr dem heutigen Standard entspricht. Der Bezug zur Stadt Eckernförde müsse deutlicher herausgearbeitet werden. Ideen dazu sind von Uwe Beitz und dem Vorsitzenden des Museumsvereins, Dr. Stefan Deiters, entwickelt worden. Im Februar erfolgt eine Übergabe von Dr. Beitz an Dr. Dorothee Bieske.

Die Ausschussmitglieder dankten Uwe Beitz für seine Arbeit mit Applaus.

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erstellt am 27.Nov.2015 | 18:50 Uhr

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