zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

18. Dezember 2017 | 04:28 Uhr

Startschuss : Ein Marketing für Gettorf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wirtschaftsausschuss spricht sich für Befragung von Bürgern und Kaufleuten aus / Ergebnisse bilden Grundlage für weiteres Vorgehen

von
erstellt am 12.Feb.2014 | 06:33 Uhr

Das Marketing für Gettorf kommt in Fahrt: Nachdem die Gemeinde im vergangenen Jahr 40 000 Euro zur Entwicklung der Ladenstraße zur Verfügung gestellt hatte, hat sich der Wirtschaftsausschuss am Montagabend dafür ausgesprochen, 2000 Euro für eine Befragung der Bürger und Wirtschaftstreibenden auszugeben. Die Ergebnisse sollen Grundlage für das weitere Vorgehen sein, kündigte Thomas Grötsch, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins (HGV) an.

Entwickelt haben den Fragebogen, der aus 21 Punkten für die Bürger und 14 für Kaufleute besteht, drei Mitarbeiter der Eckernförde Touristik- und Marketing GmbH. Geschäftsführer Stefan Borgmann, der 2004 ein Marketingkonzept für Gettorf als Diplomarbeit geschrieben hatte (siehe EZ vom 29. Januar), stellte den Kontakt her. Beide Elemente der Aktion fragen eine Bewertung des Ist-Zustands ebenso ab wie Wünsche für die weitere Entwicklung. Die Betriebe werden zudem aufgefordert anzugeben, ob sie bereit wären, sich an der Finanzierung eines Stadtmarketings zu beteiligen und wenn ja, in welcher Höhe. Denn: „Wir kommen nur mit einer Beteiligung von Wirtschaft und Gemeinde voran“, so Grötsch.

Der Ausschussvorsitzende Marco Koch (CDU) fand den Bogen „klasse“. Meike Roggenkamp dagegen hielt die Beantwortung einiger Fragen für schwierig, da sie zu grob gehalten seien. „Damit kriegen wir nicht so viel raus, wie wir bräuchten“, gab sie zu bedenken. Grötsch hielt dagegen, dass die Fragen ganz bewusst sehr offen gehalten seien. Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) appellierte an die Ausschussmitglieder, nicht erst wieder ein halbes Jahr mit Diskussionen ins Land gehen zu lassen. „Wir müssen jetzt mal was umsetzen“, machte Baasch deutlich.

Umgesetzt wird nach langer Ausarbeitung auch die vom Seniorenbeirat angeregte Änderung der Straßenreinigungssatzung. Demnach wird die auf die Anwohner übertragene Reinigungs- und Räumpflicht für die Hälfte der Fahrbahn zurückgenommen. Künftig müssen die Bürger nur auf Gehweg und Rinnstein zu Besen beziehungsweise Schneeschieber greifen. Amtsdirektor Matthias Meins betonte, dass die Bürger daraus jedoch nicht ableiten könnten, dass bei Schneefall innerhalb von zwei Stunden ganz Gettorf geräumt sei.

Die Anregung Roggenkamps, die Verwendung von Streusalz stärker mit Blick auf die Folgen für Tiere und Pflanzen zu reglementieren, fand keine Mehrheit. Ein Verbot werde keine Änderung des Verhaltens herbeiführen, war Thomas Hofmann (SPD) überzeugt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen