Blumenpflanzen in Gettorf : Ein lila Blütenmeer für Menschen und Bienen

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Hannes Wedehase (v.l.), Uwe Steinbrecher, Daniel Kähler, Rüdiger Ziegler, Jürgen Schmidt-Wedehase und Wolfgang Miethke beteiligten sich an der Aktion.
Hannes Wedehase (v.l.), Uwe Steinbrecher, Daniel Kähler, Rüdiger Ziegler, Jürgen Schmidt-Wedehase und Wolfgang Miethke beteiligten sich an der Aktion.

Am Karl-Kolbe-Platz wurden 10 000 Krokuszwiebeln eingepflanzt. Mit der Aktion soll den Bienen geholfen werden.

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26. November 2018, 15:11 Uhr

Gettorf | Die Wiese unter den großen Bäumen auf dem Karl-Kolbe-Platz soll sich im Frühjahr in einen lila Teppich verwandeln. Damit dieser Plan aufgeht, brachten vor kurzem Mitglieder des Gettorfer Arbeitskreises Umwelt und Pfadfinder des Pfadfinder-Stammes St. Georg 10 000 Krokuszwiebeln in den Boden. Verwendet wurden sich selbst vermehrende Wildkrokusse, die außerdem den Vorteil haben, dass sie für die Bienen die geeigneten Pollen haben.

Es handelt sich dabei um zwei Unterarten der Wildkrokussorte Crocus tommasinianus, der auch als Elfenkrokus bekannt ist. Diese Sorten entfalten bereits ab Februar ihre zarten lila Blüten und gehören damit zu den am frühesten blühenden Krokussorten. Denn dem Arbeitskreis Umwelt, der die Aktion initiiert hat, geht es nicht nur um die Verschönerung des Ortes. Vielmehr will er mit der Aktion dafür sorgen, dass die Bienen in der noch nährstoffarmen Zeit im zeitigen Frühjahr gute Nahrung finden. Wolfgang Miethke vom Arbeitskreis Umwelt ist es wichtig, dass die Sorte in der Zeitung „für alle, die es nachmachen wollen“, genannt wird.

An der Pflanzaktion, die von 9 Uhr bis 13.30 Uhr dauerte, nahmen zehn Personen teil, davon zwei Kinder. Der Bürgermeister der Gemeinde Gettorf Hans-Ulrich Frank hatte aus seinen Verfügungsmitteln 1000 Euro für den Kauf der Krokuszwiebeln zur Verfügung gestellt. Nach zwei Blumenwiesen am Waldkindergarten und am Karl-Kolbe-Platz ist die Krokuswiese das dritte Projekt dieser Art. Die Gemeinde Gettorf gehört zum Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt", einem Zusammenschluss von im Naturschutz engagierten Kommunen.

 

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