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Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 06:42 Uhr

Ein Lächeln verbindet

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 19.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Die Eckernförderin steht an der Kasse eines Supermarktes. In der Schlange vor ihr ein kleiner syrischer Junge mit seinen Eltern, die ebenfalls bezahlen wollen. Er sitzt im Einkaufswagen, sieht die Frau an, zeigt auf sich und sagt „Rouat“. Dabei lächelt er sie an, zeigt auf sie und fragt unvermittelt „Und du?“ Die 71-Jährige lächelt unwillkürlich zurück – sie kann gar nicht anders und nennt ihren Namen. Der Vater des Jungen bemerkt die Kontaktaufnahme seines Sohnes. Schnell kommen er und die Eckernförderin miteinander ins Gespräch. Er spricht sehr gut Englisch, sie kramt ihr Schulenglisch hervor. Es bleibt nicht bei Floskeln, sondern es geht um das, was uns alle in diesen Tagen umtreibt – die Terrorakte in Paris. Das Gespräch bekommt Tiefe, der Syrer erklärt seine Verzweiflung angesichts der Attentate und erklärt, er sei Moslem, aber kein Attentäter. Inzwischen ist seine Ehefrau hinzugekommen. An der Kasse spielt sich eine Szene ab, die anderen merkwürdig erscheinen mag. Da fallen sich wildfremde Menschen in die Arme und versichern sich gegenseitig, jedem eine Chance zu geben. Eine wunderbare Erfahrung für die Eckernförderin. Und die begann mit einem Lächeln.

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