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Wirtschaft in Gettorf : „Ein Kümmerer vor Ort“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Gemeinde hat die Diplom-Geografin Ulrike Kütemeier für drei Jahre als Standortmanagerin verpflichtet.

Gettorf | „Heute ist ein besonderer Tag für die Gemeinde Gettorf und die Wirtschaft“, sagte Bürgermeister Jürgen Baasch beim gestrigen Pressegespräch anlässlich der Vorstellung der zukünftigen Standortmanagerin der Gemeinde. Ulrike Kütemeier konnte sich in einem Bewerbungsverfahren gegen 28 Mitbewerber durchsetzten. Ein Gremium der Verwaltung hatte vier Bewerber in eine engere Auswahl genommen, die sich dem Bauausschuss und der Gemeindevertretung mit einem Konzept vorgestellt hatten.

„Uns war es wichtig, dass bestehende Gewerbe weiter auszubauen und dass sich neues Gewerbe ansiedeln kann“, erklärte Baasch. Das Konzept von Ulrike Kütemeier und die Erfahrung, die die 43-Jährige auf dem Gebiet mitbringt, habe die Gemeinde überzeugt.

Die Kielerin tritt die 20-Stunden-Stelle ab dem 1. Oktober an und bringt reichlich Erfahrung auf dem Gebiet mit. Nach dem Abitur studierte Kütemeier Geografie in Kiel und bekam im Rahmen ihrer Diplomarbeit ihren ersten Job für die Stadt Bad Bramstedt, für die sie zwölf Jahre im Bereich Stadtentwicklung tätig war. Anschließend arbeitete sie im Stadtmarketing Kellinghusen und wechselte dann in die Verbandsarbeit für den Heilbäderverband.

Derzeit ist Kütemeier für die Stadt Neumünster tätig, wo sie im Rahmen eines Förderprogrammes von Land und Bund im Regionalmanagement tätig ist. „Da das Förderprogramm ausläuft, wollte ich das als Anlass nehmen, mich umzuorientieren, wobei ich auf die Stellenausschreibung der Gemeinde Gettorf gestoßen bin“, sagt Kütemeier.

Nun soll die 43-Jährige, die mit ihrem Lebensgefährten und ihren beiden Kindern in Kiel lebt und die Region kennt, als Ansprechpartner und Akteur vor Ort den Wirtschaftsstandort fördern. Eine Grundlage wurde bereits durch die CIMA Beratung und Management gelegt, die in den Jahren 2015 und 2016 im Bereich Standortentwicklung für die Gemeinde tätig waren. Auf die erhobenen Daten könne zugegriffen und darauf aufgebaut werden, betonte Baasch.

Die Stelle ist auf zunächst drei Jahre begrenzt und es werden 40  000 Euro für Personalkosten und 8000 Euro Sachkosten für kleinere Maßnahmen und Veranstaltungen im Haushalt bereitgestellt.

„Ich habe schon viele Gelegenheiten gehabt, mir Gettorf anzuschauen und mir ist gleich aufgefallen, wie sauber es hier ist“, so Kütemeier. Sie freue sich auf die Tätigkeit, müsse sich zunächst aber erstmal einen Überblick verschaffen. Wichtiger Partner werde aber der Handels- und Gewerbeverein (HGV) sein. „Die Faktoren Wohnen, Leben und Arbeiten sind ganz wichtig und müssen in den Zusammenhang gebracht werden“, sagt Kütemeier.

Im DRK-Haus wird die zukünftige Standortmanagerin ein Büro beziehen und von dort als „Kümmerer vor Ort“ agieren. Auch ein Gemeinde übergreifender Austausch sei geplant. Die Gemeinde erhofft sich zudem Wirtschaftsförderungen für die Errichtung von Gewerbegebieten. „Ich bin mir sicher, dass die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren Früchte tragen wird“, sagte Baasch.

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erstellt am 18.Jul.2017 | 06:43 Uhr

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