zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 01:13 Uhr

Gerichte mit Geschichte : Ein Kreis isst lecker

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bei der Aktion „Gerichte mit Geschichte“ zeigen die Restaurants des Kreises, was sie zu bieten haben. Als Gegenpol zu den Dithmarscher Kohltagen werben sie um die regionale Küche. Jetzt waren die Köche und Gäste in der Großküche der Imland-Klinik zu Gast.

shz.de von
erstellt am 26.Sep.2013 | 14:24 Uhr

So nah wie am Mittwochabend waren die Gäste der Küche noch nie, als elf ausgewählte Restaurants aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde gemeinsam ein kulinarisches Stelldichein in der Großküche der Imland-Klinik Eckernförde veranstalteten. Geboten wurden Spezialitäten der beteiligten Restaurants, deren Gerichte und Menüs mit eigener Geschichte auf der Karte standen.

Wenig zu spüren war von der sonst vorherrschenden funktionalen Sterilität einer Krankenhausgroßküche, als zwischen Kippkochkessel, Bratflächen und Kochtöpfen liebevoll angerichtete Teller mit Lammbratwurst, Wildfrikadellen, Lachspralinen in Kürbiskernpanade, gebratenes Ochsenbäckchen, Damwild-Carpaccio und vieles mehr gereicht wurde. „Möchten Sie mal probieren?“ – direkt aus der Hand des Kochs erfuhren die rund 180 geladenen Gäste, was die Besonderheit der ein oder anderen Spezialität ausmacht.

„Den Dithmarscher Kohltagen im Herbst hatten wir bislang regional nichts entgegenzusetzen, es ist aber notwendig, nicht zuletzt auch aus touristischer Sicht, gastronomisch Akzente zu setzen“, brachte es Peter Raub, Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes Rendsburg Eckernförde auf den Punkt. Die Aktion, unter anderem vom Dehoga-Kreisverband in Zusammenarbeit mit der Hotelfachschule Lübeck und der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein entwickelt, orientiert sich an den Spezialitäten der vier Jahreszeiten und der jeweiligen Region. „Gerichte mit Geschichte“ nennt Raub das Motto, mit dem die kulinarische Landschaft im Kreis belebt werden soll, das ein oder andere Schmankerl dazu an diesem Abend ließ die Gäste anschließend die Finger lecken.

An einem langen Tisch im Stehen oder den Teller frei in der Hand – wer nicht sofort einen Platz fand, stellte seinen Teller zum Essen einfach auf einen der vielen Fliesensimse. Schnell kam man mit seinem Gegenüber, auch wenn man ihn nicht kannte, ins Gespräch, gegenseitiges Kosten war dabei nicht ausgeschlossen, denn die ungewöhnliche Atmosphäre hatte etwas. „Das Ambiente ist einfach genial“, stellte Elisabeth Blunck aus Altenhof, in der Hand ein Gläschen mit Matjes-Lachstartar, fest. Inzwischen zum fünften Mal, fand die Veranstaltung in den vergangenen Jahren stets an einem anderen Ort statt. „Unsere Küche bot sich dafür einfach an“, sagte Björn Schneidemesser, Gastronomiechef der beiden Imland-Kliniken Rendsburg und Eckernförde.

Auch seine Köche nutzten die Gelegenheit, abseits vom Klinikküchenalltag Kürbis-Karotten-Ingwersuppe und Saté vom Reh zu kredenzen. Waren die Getränke von der Firma Behn gesponsert, brachten die Lebensmittel die jeweiligen Gastronomen mit, die sich auf diese Weise nicht nur mit ihrer Kochkunst bei den geladenen Gästen bedankten. Zu jedem Gericht gab es dann noch das Rezept dazu, sodass zumindest theoretisch dem Nachkochen nichts im Wege stand. Zum Nachtisch etwas Apfelcrumble mit Zimtrahm, dazu eine Tasse Kaffe – nach diesem Abend dürfte keiner hungrig nach Hause gegangen sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen