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Adventskalender : Ein klassischer Star in der Adventszeit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) hat jetzt Hochsaison. Seit dem Sommer wachsen die Stecklinge zur buschigen Pflanze heran.

von
erstellt am 03.12.2013 | 00:15 Uhr

Haby | Passend zum Advent stehen in den Gärtnereien in Schleswig-Holstein mehr als eine Millionen Weihnachtssterne zum Verkauf. Sie werden auf einer Gewächshausfläche von rund 65.000 Quadratmeter in knapp 40 Zierpflanzengärtnereien in Schleswig-Holstein erzeugt. Wie die Landwirtschaftskammer mitteilt, hat diese Kultur eine der kürzesten Verkaufszeiten unter den Zierpflanzen überhaupt. Nur mit perfektem Timing gelinge es den Betrieben im Land, in etwa vier Monaten ihre Sterne von einer kleinen Jungpflanze zu einer prächtigen Pflanze heranwachsen zu lassen. In der Habyer Gärtnerei Colmorgen wachsen und gedeihen Jahr für Jahr rund 5000 Weihnachtssterne. „Zwei Wochen vor dem ersten Advent kommen die ersten Kunden“, sagt Sven Colmorgen, der bereits jetzt schon gut die Hälfte aller Weihnachtssterne verkauft hat.

Mitte Juli werden die drei bis vier Zentimeter großen Stecklinge in Töpfe gepflanzt – jede Pflanze erhält ihren eigenen Topf. Nach zwei, drei Wochen sind sie auf sechs bis sieben Zentimeter herangewachsen. „Dann wird der Haupttrieb gekappt“, sagt Sven Colmorgen. Sechs, sieben Blätter bleiben stehen, darüber wird der Trieb entweder mit den Fingern abgekniffen oder mit einer Schere abgeschnitten. „So beginnt die Pflanze sich seitlich zu verzweigen“, erläutert Colmorgen. Damit die Pflanze auch auf jede Fensterbank passt, musste das Wachstum unter kontrollierten Bedingungen erfolgen. Zu viel Platz wird den Weihnachtssternen nicht gegeben. Erst stehen sie dicht beieinander und werden in den drauffolgenden Wochen zweimal auseinandergerückt. „Ein leichter Blätterkontakt bleibt vorerst“, sagt der Firmenchef. So richtig schön rund wachsen sie dann erst, wenn sie erneut gerückt werden.

Im Spätsommer werden die Weihnachtssterne in der Gärtnerei bei ihrer Vegetation überlistet. „Von 16 bis 8 Uhr werden die Fenster verdunkelt“, sagt Colmorgen. Denn die Pflanzen setzen nur dann Blüten an, wenn sie die kürzeren Wintertage ab Mitte Oktober registrieren. Die Pflanze, die ursprünglich aus Mittel- und Südamerika kommt, glaubt so, der Herbst sei schon gekommen und beginnt, ihre Hochblätter (Brakteen) zu verfärben. Pünktlich zur Vorweihnachtszeit erstrahlt sie dann in der bekannten Pracht. „Die Hochblätter werden oftmals mit der Blüte verwechselt“. Doch diese befindet sich eher unscheinbar in der. „Die knalligen Hochblätter dienen zum Anlocken der Insekten“, betont Colmorgen.

Den Weihnachtsstern gibt es nicht nur in seinem klassischen Rot. In der Habyer Gärtnerei ist das Wolfsmilchgewächs auch cremefarben und in Pink erhältlich. „80 Prozent der Pflanzen sind aber rubinrot“, sagt Colmorgen. Es gebe auch einige Händler, die mit speziellem farbigem Lack oder Glitter besondere Exemplare kreieren.

Bei guter Pflege sei es auch möglich den Weihnachtsstern über den Winter zu bekommen, um im nächsten Jahr erneut Freude an ihm zu haben. Colmorgen: „Temperaturen von 18 bis 20 Grad sind optimal, mäßig feucht halten und die Pflanze wenig Stress aussetzen.“ Wenn die Pflanze rechtzeitig vor dem Frost wieder ins Haus geholt wird, könne sie auch draußen gepflanzt werden.
 

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