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Eckernförder Zeitung

16. August 2017 | 16:00 Uhr

Verstärkung : Ein Jahr freiwillig im Haus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Svenja Herget absolviert ihren Bundesfreiwilligendienst im Haus an der Reeperbahn, Jako Roder sein Freiwilliges Soziales Jahr. Was das beinhaltet und welche Voraussetzungen dafür sie dafür erfüllen müssen, lesen Sie hier.

Drei Jahre lang nannte man sie „Bufdis“, heute ist das politisch unkorrekt. „BFDler“ ist der richtige Ausdruck für Menschen wie Svenja Herget. Die 18-Jährige leistet zurzeit ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) im „Haus“ an der Reeperbahn. Zusammen mit Jako Roder, der ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, sowie Haus-Leiterin Nadine Förtsch und Erzieher Gorden Frey bildet sie bis Ende August 2015 das Team – bis neue Freiwillige in der Einrichtung beginnen.

„Ohne Freiwillige wäre die Arbeit hier gar nicht so möglich“, sagt Nadine Förtsch. „Dabei scheint der BFD noch immer nicht so bekannt zu sein.“ Nachdem der Bund die Wehrpflicht und damit auch den Zivildienst im Jahr 2011 aussetzte, wurde der BFD eingeführt, um sozialen Einrichtungen weiterhin zu ermöglichen, Freiwillige gegen ein geringes Entgelt zu beschäftigen. Parallel dazu gab es schon das Freiwillige Soziale Jahr vom Verband freier Träger.

Die Freiwilligen arbeiten ein Jahr lang voll in den Einrichtungen mit, erhalten ein Taschengeld und eine kostenlose Unterkunft, wenn erwünscht. Svenja Herget ist auf diese Unterkunft angewiesen: Sie kommt aus Weyhers bei Fulda, hat mit ihren Eltern öfter Urlaub in Eckernförde gemacht und sich in das Meer verliebt. „Nach dem Abi wollte ich auch erstmal weiter weg von zu Hause“, sagt sie. Sie lebt in der Dienstwohnung in einer Wohngemeinschaft mit Jako Roder aus Güby, der das FSJ als berufliche Orientierung nutzt. „Ich will wissen, ob die Arbeit mit Jugendlichen und im Veranstaltungsbereich etwas für mich ist.“

Zu ihren Aufgaben gehört das Vorbereiten und Betreuen von Veranstaltungen aller Art – vom Kindertheater über die Handicap-Disco bis zum Live-Konzert. „Jeder kann sich dabei mit seinen Stärken einbringen“, sagt Gorden Frey.

Der Start ist in jedem Jahr der 1. September. „Alle Freiwilligen werden gleich ins kalte Wasser geworfen“, so Nadine Förtsch: Das Internationale Naturfilmfestival Green Screen fordert sie schon nach wenigen Tagen. Auch Nils Borrusch aus Fleckeby hat es eiskalt erwischt. Der 20-Jährige absolviert zurzeit ein zehnwöchiges Praktikum im Rahmen seiner Erzieherausbildung.

Wer seinen Freiwilligendienst oder sein Soziales Jahr im Haus absolvieren will, muss rechtzeitig unterwegs sein. Bis April müssen die Bewerbungen für das jeweilige Jahr eingegangen sein.

Auch die Technik im Kommunalen Kino müssen die Freiwilligen beherrschen. In Zukunft macht das noch mehr Spaß: Nach 20 Jahren wird die Lichtanlage erneuert, mit der die Bühne beleuchtet wird. Neue Vorhänge sind jetzt schon installiert.

 

Info FSJ:

> möglich im sozialen Bereich

> wird häufig als Vorpraktikum oder als Wartezeit für ein Studienplatz anerkannt

> Dauer: Zwölf Monaten (mind. sechs, max. 18 Monate).

> Altersbegrenzung: zwischen 16 und 27 Jahre alt


Info BFD:

> möglich im sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich
> Dauer: 12 Monate (mind. sechs, max. 24 Monate).
> Taschengeld: max. 330 Euro monatlich

> keine Altersbegrenzung (16 bis 99 Jahre)


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erstellt am 10.Okt.2014 | 06:57 Uhr

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