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Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 21:59 Uhr

Ein Internat stellt sich vor

vom

Tag der offenen Tür in der Internatsstiftung Louisenlund

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Louisenlund | Um 7 Uhr heißt es: "Guten Appetit" bei den Schülern der Mittel- und Oberstufe des Internates Louisenlund. Die Schüler der Unterstufe beginnen eine Viertelstunde später mit dem Frühstücken, vorher werden ihre Zimmer abgenommen. Dann beginnt der Schulunterricht. Nach dem Mittagessen haben die Schüler Zeit für verschiedene Gilden. Es wird gesegelt, Theater gespielt oder Musik gemacht. Auch im THW und in der Freiwilligen Feuerwehr können sich die Schüler ausprobieren. "Es geht darum, vorhandene Stärken und Potenziale zu entdecken und weiterzuentwickeln", sagte Alexander Ohrt, Pressesprecher der Internatsstiftung. Um 20.30 Uhr ist dann Bettzeit für die Schüler der 5. bis 8. Klassen. Die älteren Schüler gehen in den drauffolgenden Stunden ins Bett.

Das ist ein Tag im Internat Louisenlund. Darüber, was die Schüler hier erleben und unternehmen, aber auch über das Angebot der Internatsstiftung konnten sich die Besucher des Tages der offenen Tür am Wochenende informieren. "Ein Internat ist für viele immer noch fremd", sagte Ohrt. Die wenigsten Menschen seien selbst auf einem Internat gewesen.

So hatten sie auch die Möglichkeit, das neue Schulfach Chinesisch kennenzulernen. Ab dem kommenden Schuljahr haben Schüler die Möglichkeit, in drei Jahren Chinesisch zu lernen und auch im Abitur oder im International Baccalaureate Diploma (IB) zu belegen. "Die Schüler lernen, sich in Alltagssituationen zurechtzufinden", sagte Huiru Hu, die derzeit schon Schüler in einem Schnupperkursus Chinesisch und Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Geplant sind zwei Doppelstunden in der Woche. Dazu gehört das Sprechen, die Schüler lernen aber auch etwa 300 bis 400 Schriftzeichen.

"Seit Anfang dieses Jahres darf Louisenlund als einzige Schule im Land internationale Schüler zum Abitur führen", berichtete Ohrt. Das betreffe auch viele chinesische Schüler: Derzeit gehen in Louisenlund zehn Chinesen zur Schule, vier weitere kommen nach den Sommerferien dazu. Um den Austausch der chinesischen und der deutschen Schüler noch besser zu ermöglichen, sei das Angebot "Chinesisch" dazugekommen. Auch Saskia Bünte macht sich in Sachen Austausch von Deutschen und Chinesen stark. Sie ist deutsch und chinesisch aufgewachsen. Seit zwei Jahren geht sie in Louisenlund zur Schule und nimmt sich chinesischen Schülern an. "Ich kenne es, wenn man in ein fremdes Land kommt", erklärt sie ihre Beweggründe. Sie habe sich für Louisenlund entschieden, weil sie hier das IB absolvieren könne. Sie habe eine Herausforderung gebraucht und sehe ihre Zukunft draußen in der Welt.

Den Tag der offenen Tür nutzten die Schüler nicht nur, um ihre Gilden vorzustellen, sondern auch, um Besucher über das Internatsgelände zu führen. Anna Fee wird ab kommenden Schuljahr Louisenlund besuchen. "Ich werde in die Theatergilde gehen. Ich liebe Theater", stand für Anna Fee schon fest. Sie ist neugierig, wie sie sich im Internatsleben eingewöhnen wird. Den Tag der offenen Tür nutzte sie, um ihre neue Schule besser kennenzulernen und einen Einblick in den Internatsalltag zu gewinnen.

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