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Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 17:11 Uhr

Ein Hoch auf das Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Festkommers und Umzug aus Anlass des 125-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Damp-Dorotheenthal

von
erstellt am 14.Apr.2016 | 06:41 Uhr

Damp | Brände, Unfälle und Katastrophen – die Not und Sorgen in der Gesellschaft sind dieselben, wie vor 125 Jahren. Und auch wenn sich die Schwerpunkte verschoben haben, neue Aufgaben hinzu kamen und die Technik sich komplett wandelte, so besteht der Wille, dem Nächsten zu helfen und Gefahren für Leib und Gut abzuwenden heute wie früher. Dies machte Michael Leckband, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Damp-Dorotheenthal bei seiner Begrüßung zum Festkommers aus Anlass des 125-jährigen Bestehens der Wehr deutlich.

Rund 140 Gäste, darunter Kreispräsident Lutz Cleefsen, Kreisbrandmeister Matthias Schütte, die Amtswehrführer Jens Reinhold und sein zweiter Vertreter Siegfried Brien, und eine Vertretung des Helios-Standortes Damp sowie des Ostsee Resorts Damp konnte Leckband begrüßen. Kameraden und Abordnungen von wenigstens 14 Wehren des Amtes Schlei-Ostsee sowie der Wehren aus Eckernförde und Kappeln-Mehlby nahmen zugleich am Umzug teil. Begleitet von einer kleinen Abordnung des Feuerwehrmusikzugs Owschlag unter Leitung von Annabell Rathje, führte Uwe Wichert als stellvertretender Wehrführer, den Zug vom Gerätehaus zum Ehrenmal. Dort legte Leckband den von Ehrenwehrführer Johannes Dibbern und Ulrich Wiedebusch getragenen Kranz nieder. Eingerahmt von den Fahnenabteilungen und den angetretenen Feuerwehrleuten, wurde den in den Kriegen gefallenen und verstorbenen Mitgliedern gedacht. Durch das mit Girlanden und Glückwunschplakaten geschmückte Dorf, ging es zurück ins Gerätehaus und das angebaute Festzelt.

Dort hatten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Söby-Holzdorf bereits ihre Feldküche eingeheizt. Unter Leitung von Yessika Stöcken und Volker Tailmann wurden 150 Liter Gulaschsuppe und etliche Kilogramm Brot verteilt.

Anhand ausgewählter historischer Fotos, die auf einer Leinwand gezeigt wurden, führte Leckband in die Geschichte der Wehr ein. Dabei richtete er seinen Dank an die Gemeindevertreter, den Bürgermeister, und jeweils an ihre Vorgänger, die die Wehr immer ordentlich ausrüsteten und sie unterstützten. Vor allem aber galt sein Dank den Aktiven, den Ehrenmitgliedern und den Angehörigen. „Das Verständnis zuhause ist eine große Stütze für unser Ehrenamt“. Auch wenn Demographie, immer mehr und neue Aufgaben den Aufwand für die Mitglieder erhöhen, so gab sich Leckband zuversichtlich, dass sie die Herausforderungen der Zukunft meistern werden. Eine wesentliche Grundlage dafür sei intakte Kameradschaft, so Leckband.

Damps Bürgermeister Horst Böttcher gab den Dank an die Gemeinde gerne zurück. 125 Jahre Feuerwehr sind 125 Jahre Gemeinsinn und ehrenamtlicher Einsatzwille. Auch Böttcher sah Herausforderungen in der Zukunft und betonte, dass der zeitliche Aufwand, den die Kameraden ehrenamtlich aufwenden, nicht hoch genug zu würdigen ist. Er sicherte der Wehr weiter die Hilfe der Gemeinde zu, damit sie eine Hilfswehr bleibt.

Lob und Anerkennung sprach Kreispräsident Lutz Cleefsen aus. „Selbst Verantwortung zu übernehmen, für andere da zu sein, das ist lobenswert“, sagte er. Dabei erinnerte er an die frühen Jahre der Wehren, als die Helfer mit Feuerpatschen und Lederwassereimern Bränden gegenüberstanden. Auch wenn heute dank der Technik viele Gefahren nicht mehr in die Katastrophe führen, so baue die Hilfe dennoch auf ehrenamtliches Engagement auf. Als Dank der Landesregierung übergab er eine Urkunde und eine bronzene Glocke als Ehrengabe für die Feuerwehr.

„An sich müsste jeder in der Feuerwehr sein“, stellte Kreisbrandmeister Schütte fest und gratulierte den Dampern zum Geburtstag. Er bescheinigte den Mitgliedern einen hohen Ausbildungsstand, einen tollen Fuhrpark und eine gute Kameradschaft. Ausdrücklich warb Schütte dafür, die Freiwilligen Feuerwehren zu erhalten und dafür Mitglieder zu gewinnen. Eine Berufsfeuerwehr käme die Gemeinden und Bürger ganz sicher teurer. Auch Amtswehrführer Jens Reinhold betonte, dass zwar die Art der Einsätze sich über die Jahrzehnte änderten, aber der Grundgedanke – freiwillig zu helfen – unverändert seine Bedeutung hat.

Dank für die gute Zusammenarbeit am Standort Damp überbrachte Torsten Vorbrodt vom Helios-Management Standort Damp. Der für den Brandschutz zuständige Vorbrodt lobte die gute Zusammenarbeit und sprach von der Erleichterung, wenn innerhalb weniger Minuten die Damper Feuerwehr im Alarmfall vor Ort ist. „Die Hilfe ist unbezahlbar“, sagte er. Andrea Hardt, Mitgeschäftsführerin des Ostsee Resorts Damp, berichtete ebenfalls dankbar von der engen Zusammenarbeit. Es sei ihr und den Mitarbeitern bewusst, dass die Aufgaben ehrenamtlich geleistet werden, was die Wertschätzung dafür noch erhöhe. Einfach nur „großen Dank für die gute Zusammenarbeit“, sagte Eckernfördes Wehrführer Meint Behrmann. Op Platt dankte Winnemarks Wehrführer Gerd Seemann den Damper Kameraden, die sie in Winnemark über viele Jahre bei der Ausbildung der Jugendfeuerwehr unterstützten.

Mit den Grußworten endete der offizielle Teil. Gefeiert wurde das Jubiläum aber noch lange weiter.

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