Bürgerworkshop : Ein Haus „so bunt wie das Dorf“

Als Bürgerzentrum könnte der historische Gasthof „Zur Eiche“ vielen Vereinen aus dem Ort ein Zuhause sein.
Als Bürgerzentrum könnte der historische Gasthof „Zur Eiche“ vielen Vereinen aus dem Ort ein Zuhause sein.

Historischer Gasthof „Zur Eiche“: Nutzung als Bürgerzentrum favorisiert / Räume wären auch für Grundschule von Interesse

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09. Mai 2015, 06:00 Uhr

Als „Multifunktionsgebäude so flexibel wie möglich und so bunt wie das Dorf“ – so stellen sich die Teilnehmer des zweiten Workshops rund um den historischen Ortskern die Zukunft des Gasthofs „Zur Eiche“ vor. Zwar waren zur Folgeveranstaltung mit zehn Gästen deutlich weniger gekommen als zum Auftakt Ende März. Dennoch zeigten sich die Organisatoren der Wählerinitiative WiR für Dänischenhagen mit der Resonanz und den Ergebnissen sehr zufrieden.

Auch wenn das Haus mit der in der Region einzigartigen Architektur über viele Jahre gastronomisch genutzt wurde, so waren sich die Teilnehmer doch einig, dass das Gebäude in der Mühlenstraße 1 künftig nicht mehr damit zu bewirtschaften sein wird. Für eine Konzession wären unglaubliche Umbauten erforderlich, dazu die energetische Sanierung, gab Thomas Waldeck von der WiR zu bedenken. Wer das auf sich nähme, gehe ein hohes finanzielles Risiko ein, sagte er weiter. Damit sich der Betrieb rechnet, müssten gut 51  000 Euro Umsatz im Monat erzielt werden – die Kosten für Kauf oder Pacht noch nicht mit berücksichtigt, hat er errechnet. Ein Bürgerhaus mit gastronomischem Angebot dagegen schien den Teilnehmern des Workshops realistischer. Es könnte ein Zuhause für die vielfältige Kultur im Dorf sein, parallel dazu könnte ein zu gründender Verein Bürgerhaus Eiche gemeinsames Sprachrohr für die verschiedenen Kulturschaffenden im Ort sein, skizzierte Waldeck. Als mögliche Nutzer wurden beispielsweise die Volkshochschule, Musiker oder auch die Landfrauen genannt, ferner die Verwaltung, die dort ein Trauzimmer einrichten könnte. Auch für die Grundschule ist das Bürgerhaus interessant, wie Leiterin Gesa Meißner deutlich machte. Die integrierte Offene Ganztagsschule könnte Teil des kulturellen Dorfzentrums der Gemeinde sein und so vorhandene soziale Bindungen nutzen und stärken sowie die verschiedenen Akteure miteinander vernetzen.

„Ich hoffe, dass sich nach und nach noch weitere Vereine aus dem Dorf in die Überlegungen einbringen“, sagte Waldeck, der sich bis zum nächsten Workshop am Dienstag, 16. Juni, um 19 Uhr mit rechtlichen Fragen zu Pacht, Trägerschaft und Eigentum auseinandersetzen wird. Eine Teilnehmerin wird bis dahin den geschichtlichen Hintergrund des historischen Gasthofs aufarbeiten, über den Eigentümer Carl-Wilhelm Raddant am Donnerstagabend einen spannenden Überblick gab. Eine weitere Gruppe wird ein Programmheft für eine fiktive Woche erstellen, das deutlich macht, wie die Eiche als Bürgerzentrum genutzt werden könnte. Wer sich in den E-Mail-Verteiler zur Zukunft der Eiche aufnehmen lassen oder etwas zur laufenden Diskussion beitragen möchte, meldet sich beim stellvertretenden Vorsitzenden Christian Bock unter Tel. 04349/66  99  00  5, E-Mail cbock@wir-daenischenhagen.de.

> www.wir-daenischenhagen.de

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