3. Handball-Liga : Ein Hauch von Bundesliga

„Wir brauchen einen guten Tag.“ – Owschlags Trainer Rainer Peetz möchte im heutigen Heimspiel gegen Frankfurt einen Sieg.
„Wir brauchen einen guten Tag.“ – Owschlags Trainer Rainer Peetz möchte im heutigen Heimspiel gegen Frankfurt einen Sieg.

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09. November 2013, 06:00 Uhr

Ein Hauch von Bundesliga weht heute durch die Owschlager Sporthalle, wenn die Drittliga-Handballerinnen des TSV den Frankfurter HC empfangen (17 Uhr). Gastierte in den vergangenen Jahren immer die Reserve der Frankfurter Erstliga-Mannschaft in Owschlag, begrüßen die Frauen von Trainer Rainer Peetz diesmal die „Erste“ des Handball-Clubs von der Oder – immerhin Deutscher Meister von 2004.

Nach der Insolvenz des Traditionsvereins mussten die Oderstädterinnen in der 3. Liga einen sportlichen wie wirtschaftlichen Neuanfang starten. Die „Zweite“ aus der letzten Saison wurde umfirmiert und ist jetzt das neue Aushängeschild des Vereins – inklusive einiger Restanten aus früheren besseren Zeiten in der Beletage des deutschen Frauen-Handballs. Mit Susann Linke und Anja Scheidemann sind Trainer Dietmar Schmidt zwei Spielerinnen mit Bundesliga-Erfahrung übrig geblieben.

„Wir brauchen einen guten Tag, um den FHC zu schlagen. Eine Chance haben wir aber allemal“, meint Rainer Peetz. Die Gäste liegen derzeit mit 12:6 Zählern auf Platz drei, einen Rang vor den spielstarken Owschlagerinnen. Will der TSV weiterhin zum erlauchten Kreis der Buxtehude-Verfolger gehören, sollte ein Sieg her. „Es macht doch mehr Spaß, oben in der Tabelle mitzumischen als im Mittelfeld“, sagt Peetz.

Ausreichend Selbstvertrauen dürfte seine Mannschaft am vergangenen Wochenende getankt haben. Das Schützenfest gegen Altlandsberg hat Lust auf mehr gemacht – sowohl bei den Spielerinnen als auch bei den Zuschauern. Eine Wiederholung des Torspektakels ist heute nicht zu erwarten. Die Frankfurterinnen sind eine andere Kragenweite als Altlandsberg.

Peetz vertraut in erster Linie auf seine Leistungsträgerinnen Anita Ewert, Greta Stolley und Franziska Peters. Wobei Letztere in den vergangenen Tagen mit den Nachwirkungen des letzten Spieltags zu kämpfen hatte. Die Rückraum-Linke wurde gegen Altlandsberg aus der Luft „gepflückt“, knallte unsanft auf den Hallenboden. „Franziska hat Prellungen davongetragen. Sie konnte nur eingeschränkt trainieren. Hoffentlich reicht es für heute“, berichtet Peetz.

Der Coach braucht gegen Frankfurt aber nicht nur sein Führungstrio. Eine Mannschaft besteht bekanntlich aus 14 Spielerinnen. Peetz: „Alle sind wichtig.“

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