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Eckernförder Zeitung

15. Dezember 2017 | 04:14 Uhr

Sandskulptur : Ein Hauch Ägypten am Strand

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Drei Familien aus Sachsen bauen eine Sphinx aus Sand. Wichtig dabei: Der Sand muss immer feucht sein.

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2015 | 05:40 Uhr

Eckernförde | Eine Sphinx am Strand – das hat Eckernförde noch nicht gesehen. Zwei Meter lang und einen Meter hoch, thront das Wesen aus einem Löwenkörper mit einem Menschenkopf im Sand kurz vor dem Hundestrand und schaut auf die Ostsee. Immer wieder bleiben Badegäste stehen, fotografieren sich gegenseitig mit der Sandskulptur und schmücken sich so mit fremden Federn.

Denn gebaut haben das fabelhafte Wesen aus der ägyptischen Mythologie die drei befreundeten Familien Eichler, Schönfeld und Lübke aus Niesky bei Görlitz, die zehn Tage in Eckernförde Urlaub gemacht haben. „Wir bauen jedes Jahr Sandskulpturen“, erzählen sie und zeigen Handyfotos von Schildkröten, Kraken, Meerjungfrauen und Robben an allen möglichen Stränden Deutschlands. Ihre Zutaten dazu sind nur Wasser und Sand.

„Wir überlegen schon vorher, was wir in diesem Jahr bauen wollen und drucken uns Bilder aus dem Internet aus, damit wir wissen, wie die Skulptur hinterher aussehen muss“, erklärt die 17 Jahre alte Isabel. Abgemessen werden die Proportionen allerdings nicht. „Das geschieht beim Bauen nach Augenmaß.“

Die Skulptur ist schließlich eine Gemeinschaftsproduktion, an der alle Kinder und Eltern teilnehmen. „Wichtig ist, den Sand immer feucht zu halten“, verrät Elisa (16). Unverzichtbar sind deshalb genügend Freiwillige, die mit Eimern Wasser aus der Ostsee holen und die Skulptur besprenkeln. Zuerst wird der Korpus gebaut, der durch das Zuschneiden mit der Strandschaufel Konturen erhält. Der Kopf ist schließlich eine Herausforderung, besonders das Gesicht: Während die Skulptur am Dienstag innerhalb von zwei Stunden auf Anhieb gelang, brach das Gesicht gestern bei der Rekonstruktion zweimal ab. Da hilft nur ein neuer Kopf, bei dem das Gesicht etwas schräger angesetzt wird. Schließlich werden mit Muscheln die Feinheiten herausgearbeitet, die Linien an der Maske gezogen, die Augenhöhlen bearbeitet. Dass dann die Nase zwischendurch abbricht, macht nichts, sagt die zehnjährige Lorena: „Das ist beim Original in Ägypten auch so.“

Einst war Eckernförde berühmt für seine Sandburgenwettbewerbe, die drei Familien aus Sachsen hätten garantiert einen Preis gewonnen. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann sich heute an einer Riesensandburg versuchen: Dazu ruft die Tourismuspastorin um 16 Uhr am Strand auf Höhe der DLRG auf (siehe Seite 8).

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