Ein großer Gestalter

Daniel Thoms
Daniel Thoms

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05. April 2019, 13:06 Uhr

Er verkörperte Gammelby wie kein anderer und hat sich um seinen Geburtsort und seine Heimatgemeinde große, bleibende Verdienste erworben. Im Alter von 82 Jahren ist Daniel Thoms am vergangenen Dienstag verstorben. Fünf Kinder haben ihren Vater verloren, die Gemeinde ihren Ehrenbürgermeister, die Freiwillige Feuerwehr ihren Ehrenwehrführer und die Gammelbyer einen unersetzbaren Freund und geselligen Wegbegleiter, der immer für sie und seine Gemeinde da war.

Daniel Thoms hatte selbst schwere Schicksalsschläge zu verkraften. 1992 verunglückte sein Sohn Gerd, und im Dezember 2008 verstarb seine Ehefrau Helga plötzlich und unerwartet ein dreiviertel Jahr vor ihrer Goldenen Hochzeit, die sie schon geplant hatten. Dieser Schock veränderte sein Leben spürbar, er vermisste seine Frau schmerzlich und sprach häufig von ihr. Daniel Thoms war ansonsten ein fröhlicher Mensch, der die Geselligkeit liebte und gerne Sinnsprüche und Zitate zum Besten gab. Seine kreative Ader zeigte sich auch bei dem von ihm getexteten Dorflied „Wo sinn de Linn so grön“.

Daniel Thoms war Landwirt und verbrachte sein Leben auf dem Hof in Gammelby, der 1969 abbrannte und wieder aufgebaut wurde. Er setzte sich für die Gemeinschaft ein und wurde zur Identifikationsfigur. Über vier Jahrzehnte engagierte er sich ehrenamtlich in der kommunalen Selbstverwaltung und der Freiwilligen Feuerwehr. 36 Jahre saß er in der Gemeindevertretung, 29 Jahre davon als Bürgermeister. Während seiner Amtszeit wurde unter anderem die zentrale Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung und Gasversorgung des Ortes, das Neubaugebiet „Kummel“ und der Ausbau der Gemeindestraßen umgesetzt. Er war im Amtsausschuss aktiv und über 17 Jahre stellvertretender Amtsvorsteher. Innenminister Klaus Buß zeichnete Daniel Thoms 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus. 2005 machte ihn die Gemeinde Gammelby zu ihrem Ehrenbürgermeister.

42 Jahre war Daniel Thoms Gemeindewehrführer. Unter seiner Regie wurde das Feuerwehrgerätehaus gebaut und der Feuerwehrmusikzug gegründet. Die Gammelbyer Wehr ernannte ihn wegen seiner bleibenden Verdienste zum Ehrenwehrführer.

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