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Mensch des Jahres 2014 : Ein Geschenk für die ganze Stadt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jedes Jahr wählen unsere Leser einen Menschen des Jahres. Die Eckernförder Zeitung stellt ihre Kandidaten vor, die sie für die Wahl ins Rennen schickt. Heute: Peter Thietje.

Er ist einer der Väter des Piratenspektakels: Peter Thietje aus Holzdorf. 18 Jahre lang hat er als „Käpt’n Piet“ im August die Stadt Eckernförde mit seinen Piraten überfallen und den Bürgermeister gefangen genommen. Drei Tage lang haben Piet und seine Gesellen dann mit klirrenden Säbeln und großem Mundwerk gegen Ordnung und Korrektheit gekämpft – sehr zur Freude der Eckernförder, der Touristen und vor allem der Kinder.

„Nach 18 Jahren bin ich nun als Pirat volljährig“, sagt Peter Thietje, „und deshalb höre ich auf“. Der Grund liegt im Privaten: „Meine Frau und ich und damit auch unser Sohn wurden im Sommer immer vom Piratenspektakel dominiert. Die Vorbereitungen mit Organisieren und Proben nahmen mehrere Wochen in Anspruch. Jetzt wollen wir die Dinge tun, die wir 18 Jahre lang nicht tun konnten.“

An die Anfänge erinnert sich der 49-Jährige noch gut: 1997 wollte die Stadt ein neues Fest mit Piraten etablieren. Da kam der WingTsun-Meister gerade recht: „Ich habe Leute, die wissen, wie man kämpft, ohne sich zu verletzen“, sagt der Leiter der EWTO-Akademie in der Marienthaler Straße. Und er konnte sie motivieren. Schon beim ersten Piratenfest säumten unzählige Zuschauer das Hafenbecken, als die Seeräuber über die Holzbrücke kamen, sich mit der Stadtwache ein Gefecht lieferten und den Bürgermeister gefangen nahmen. „Den Inhalt haben wir geliefert“, so Thietje, der zum Schluss 90 ehrenamtliche Darsteller unterwiesen hat.

Das Allerwichtigste: Das Piratenfest war immer auf die Kinder fokussiert. „Für die Kinder ist Käpt’n Piet eine reale Person“, hat Peter Thietje festgestellt. „Sie unterscheiden nicht zwischen Realität und Fiktion.“ Spiele am Strand, Lieder singen und Schatzsuche – für viele Kinder gehören die Piraten zu den Erinnerungen an eine glückliche Kindheit. Und Peter Thietje verstand es, kindgerechte Unterhaltung zu bieten, die auch die Erwachsenen fasziniert. „Für mich ist es eine schöne Vorstellung, etwas Glück geschenkt zu haben.“

Der Stadt hat er das Piratenspektakel in seiner heutigen Form geschenkt. Für ihn selbstverständlich: „Wir leben hier und haben die Verpflichtung, diese Stadt immer attraktiver zu machen.“ Dabei ist ihm eines wichtig: „Es haben viele andere ihren Anteil daran. Ohne sie wäre es nie dazu gekommen.“ Und auch wenn Peter Thietje dankbar für die in Zukunft gewonnene Zeit ist, so geht er doch mit einem tränenden Auge. „Aber wir freuen uns tierisch, auch mal privat über das Piratenspektakel gehen zu können.“

❍Die Abstimmung für den Mensch des Jahres beginnt am kommenden Sonnabend. Wer für Peter Thietje stimmen möchte, wählt zwischen 1. und 12. November die Telefonnummer 01375/80 40 12 30 02 oder schickt in diesem Zeitraum eine SMS mit dem Inhalt „shz ez 2“ an die Nummer 42020. Auch übers Internet unter www.shz.de/menschdesjahres kann dann abgestimmt werden.

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erstellt am 01.Nov.2014 | 06:00 Uhr

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