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Jugendfeuerwehr Am Wittensee wird 20 : „Ein Garant für den Fortschritt“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jugendfeuerwehr Am Wittensee feiert ihr 20-jähriges Bestehen mit rund 300 Gästen / Manfred Ströh wird zum Ehrenjugendfeuerwehrwart ernannt

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erstellt am 13.Okt.2015 | 07:36 Uhr

Eine bislang vermutlich einmalige Ehrung hat Manfred Ströh am Sonntag erhalten. 16 Jahre lang war der Holtseer Jugendwart der Jugendfeuerwehr Am Wittensee. Dafür ist er bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Nachwuchstruppe von Amtswehrführer Frank Schröder zum Ehrenjugendfeuerwehrwart ernannt worden. Dass die Jugendfeuerwehr so lange besteht sei vor allem sein Verdienst, hoben Schröder und auch Ströhs Nachfolger, Thomas Bartels, hervor.

Der 20. Geburtstag der Jugendfeuerwehr Am Wittensee wurde am Sonntag in Hohenlieth gefeiert. Die Norddeutsche Pflanzenzucht hatte dafür kurzerhand die Maschinenhalle auf ihrem Gelände leergeräumt und so Platz für rund 300 Gäste geschaffen. Die meisten von ihnen Jugendliche – Mädchen und Jungen von insgesamt 21 Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. Darunter auch die älteste Jugendfeuerwehr im Kreis, Kronshagen und die jüngste, die erst 2015 gegründete Wehr aus Revensdorf.

Den ganzen Vormittag über nahmen sie an einer Orientierungsfahrt durch die Gemeinden teil. An den einzelnen Gerätehäusern mussten sie bei Geschicklichkeitsspielen fleißig Punkte sammeln und während der Fahrt Fragen beantworten. Am Ende setzte sich die Jugendfeuerwehr aus Hohn durch. Zweiter wurden die Felder, Dritter Bordesholm. Die Wittenseer nahmen als Gastgeber außerhalb der Wertung teil.

Am 30. September 1995 wurde die Jugendfeuerwehr Am Wittensee in Bünsdorf gegründet. Amtswehrführer war damals Peter Thoms, der Jugendwart Thomas Höpfner, seine Stellvertreterin Anja Ilgner aus Sehestedt. Höpfner war bereits in seiner hessischen Heimat in der Jugendfeuerwehr aktiv, also fiel die Wahl auf ihn, als man sich fragte, wer die jungen Brandschützer unter seine Fittiche nehmen sollte. 67 Jugendliche schlossen sich der Jugendfeuerwehr an. „Wir sind quasi überrannt worden, damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Thomas Höpfner heute. Die Jugendlichen einzukleiden und sie zu beschäftigen, sei eine große Herausforderung gewesen, erinnert sich der Bünsdorfer an die Anfänge noch gut. „Viele hatten gedacht, das sei nur die Anfangseuphorie“, so Peter Thoms. Doch das Gegenteil war der Fall: Das Interesse an der Jugendfeuerwehr blieb. Heute sind es 71 Mädchen und Jungen aus den Gemeinden Holtsee, Haby, Sehestedt, Borgstedt, Bünsdorf, Holzbunge sowie Klein und Groß Wittensee – 56 Jungen und 15 Mädchen.

Viele der Jugendlichen von damals sind noch heute aktiv in der Wehr, einige davon auch in führender Position. Jens Schnittka zum Beispiel, der frühere Borgstedter ist heute stellvertretender Wehrführer der Rendsburger Feuerwehr. Christian Gothmann war 1995 neun Jahre alt, heute ist er Wehrführer in Sehestedt. Oder Sönke Koberg, der mittlerweile stellvertretender Wehrführer in Holtsee ist.

„Die Jugendfeuerwehr ist ein Garant für den Fortschritt“, sagte daher auch Amtswehrführer Frank Schröder. Mit der Gründung hätte man damals Weitsicht bewiesen.

 

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