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Inklusionsfest : Ein Fest ohne Berührungsängste

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Inklusionsfest „Eckernförde gemeinsam“ mit Spielen ohne Grenzen zum 18. Mal im Kurpark / Team der Polizei siegt im Finale

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 05:31 Uhr

„Die Stimmung war einfach toll.“ Sozialausschussvorsitzender Heinz-Michael Kornath zeigte sich nach dem Sport- und Freizeitfest für Menschen mit und ohne Behinderungen am Sonnabend im Kurpark zufrieden. „Es war insgesamt eine runde Sache.“ Kornath hatte die Veranstaltung 1996 als „Fest der Integration“ mit ins Leben gerufen. 2004 wurde sie durch „Spiele ohne Grenzen“ erweitert und steht seit 2011 unter dem Motto „Eckernförde Gemeinsam“.

„Das Fest hat schon eine gewisse Tradition und ist für uns in Eckernförde etwas Besonderes“, betont Bürgermeister Jörg Sippel. „Menschen mit und ohne Handicap spielen miteinander und haben Spaß. Die Integration steht im Mittelpunkt, und da es das Fest schon so lange gibt, wird die Bedeutung erkannt. Es ist schön, dass so viele Institutionen dabei sind und den Integrationsgedanken unterstützen.“

Beim „Spiel ohne Grenzen“ gingen sechsköpfige Teams von Polizei, Freiwilliger Feuerwehr, Kompass 98, THW, Gelbe-Westen-Gilde, Eckernförder Tafel, Heilpädagogium an der Ostsee und DRK an den Start. Es galt am Strand Sandsäcke zu befüllen, auf dem Rasen Wasser von einem Bottich in den anderen zu tragen, Wasser mit Spritzen aufzuziehen, Bälle in Eimer zu werfen oder Kartons abzuschießen. Das alles möglichst schnell, denn die Stoppuhr lief. „Beim Sandschaufeln wurden die Arme immer länger, aber es hat trotzdem großen Spaß gemacht“, sagt Frauke Mass von der Eckernförder Tafel. „Wir waren im vergangenen Jahr erstmals dabei und haben an einem Infostand Waffeln gebacken. Als wir gefragt wurden, ob wir mit einem Team bei den Spielen mitmachen möchten war sofort klar, dass wir gerne teilnehmen.“

Mit viel Ehrgeiz aber auch sichtlich großer Freude kämpfte sich die Mannschaft der Polizei durch die Stationen. „Es macht total viel Spaß“, stellt Tobias Zyball lachend fest. So siegte sein Team am Ende auch deutlich mit über 200 Punkten Vorsprung, stand gegen die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr im Finale, hatte aber auch hier die Nase vorne. Als Gewinner ist es nun die Aufgabe der Polizei, das „Spiel ohne Grenzen“ im nächsten Jahr zu organisieren.

Johanna Marszalek betreut schon seit mehreren Jahren die Station des THW, nahm aber auch selber schon an den Spielen teil: „Es ist eine tolle Sache. Die Leute sind alle total locker drauf.“

Rund um die Konzertmuschel gab es diverse Infostände und ein buntes Programm. Bei einer Versteigerung wurden für den Förderverein der Wohnheime Eckernförde 199 Euro erzielt. Auch auf der Bühne sorgten die Mitwirkenden für gute Stimmung. Die Musikgruppe „Berliner Pferde“ der evangelischen Wohnhilfe Rendsburg-Eckernförde am Pferdemarkt und der Berliner Straße war begeistert dabei. „Die Musik ist für behinderte Menschen das Größte“, stellt Betreuerin Kati Schumacher immer wieder fest. „Wir treten total gerne auf. Unser Ziel ist es, irgendwann auch einmal auf dem Rathausmarkt zu spielen.“

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