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osterfeuer am südstrand : Ein Fest mit Feuer und Wasser

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Osterfeuer der Touristik hat am Sonnabend rund 2500 Gäste an den Südstrand gelockt.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2015 | 06:17 Uhr

Eckernförde | Osterfeuer gibt es wie Sand am Meer, doch in Eckernförde gibt es das Feuer auf dem Sand am Meer. Und das ist einer der Gründe, weshalb der Osterbrauch im Ostseebad so gut besucht wird. Rund 2500 Menschen waren am Sonnabend zum Südstrand gekommen, um sich dort an dem von der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH (ETMG) in Brand gesteckten Holzhaufen zu wärmen. Livemusik und mehrere Imbiss- und Getränkestände ließen viele Besucher bis nach 23 Uhr ausharren. Die Kinder konnten sich beim Fungee-Trampolin austoben und anschließend über dem kleinen Bruder des Osterfeuers kostenlos Stockbrot braten.

Das Osterfeuer geht auf den heidnischen Brauch des Frühlingfeuers zurück. Mit ihm wurde ursprünglich der Wechsel von Winter auf Frühling feierlich begleitet – und heute wieder. Die ETMG steckt auf jeden Fall schon seit 2003 jährlich einen großen Haufen aus Holzschnitt an. Material dazu kann die Stadtgärtnerei jedes Jahr genug liefern. Um sicherzugehen, dass sich keine Tiere in dem großen Haufen aus Ästen und Strächern verstecken, wird er stets erst zwei Tage vor der Veranstaltung am Strand angelegt und kurz vor dem Spektakel noch einmal umgeschichtet.

Das Osterfeuer findet jedes Jahr in entspannter Atmosphäre statt. „Es ist ein Fest für die ganze Familie“, sagt ETMG-Geschäftsführer Stefan Borgmann, der selbst mit Ehefrau und drei Kindern das Ereignis genoss. „Allerdings ist es mit Livemusik, Ständen und Rahmenprogramm auch ausgereizt. Größer muss die Veranstaltung nicht werden. So wie es jetzt ist, reicht es völlig.“ Er sieht das Osterfeuer nicht nur als Begrüßung des Frühlings, sondern auch als Saisonauftakt für die Touristik, die zu Ostern jedes Jahr die ersten Strandkörbe aufstellt. „Das Osterfeuer ist für die Touristik im wahrsten Sinne des Wortes zum Warmwerden.“

Warmgeworden mit Eckernförde sind viele Auswärtige, die extra für das Osterfeuer ins Ostseebad kommen. Darunter sind auch Heidi Grupe und Michael Blek aus Fockbeck. Schon im vergangenen Jahr waren sie mit ihrer in Berlin lebenden Enkeltochter Jennifer beim Eckernförder Osterfeuer. „Und sie war so begeistert, dass sie sich in diesem Jahr wünschte, wieder herkommen zu dürfen“, so Heidi Grupe.

Und nicht nur sie genoss das Ereignis. Auch Stephanie Vonau aus Hanerau-Hademarschen war mit ihren beiden Kindern und ihrer Mutter erstmals bei dem Ereignis. „Sonst war ich immer zum Osterfeuer an der Nordsee, aber die Ostsee ist richtig toll. So sauber.“

Für die Eckernförder war das nichts Neues. Sie kamen zum Plausch ans Feuer und hinterher zum Tanzen vor die Bühne. Auf ihr spielte das Akustik-Gitarren-Duo „Long & Roll“ aus Lüneburg die großen Hits der Rock- und Popgeschichte auch dann noch, als das Feuer schon längst erloschen war.

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