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Eckernförder Zeitung

21. September 2017 | 10:53 Uhr

Folk-Festival : Ein Fest für alle Sinne

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zweites Folk-Festival auf dem Kolonistenhof / Nach dem Aufstellen des Maibaums gab es Musik auf drei Bühnen

Neu Duvenstedt | Der „Naturlebnisraum Kolonistenhof“ erfuhr beim Mai-Folkfest eine erheblich erweitere Bedeutung. Alle Sinne wurden angesprochen. Nach dem ersten Mal im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter gelernt. Komplettes Halteverbot auf der schmalen Zufahrtstraße mit vielen Hinweisen auf den riesigen Parkplatz auf der Wiese. Vorsichtshalber war die Feuerwehr Alt Duvenstedt vor Ort, wie auch ein Krankenwagen. Sie kamen zwar nicht zum Einsatz, waren aber angesichts der Besuchermassen eine Vorsichtsmaßnahme. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz: Brötchen aus dem historischen Backhaus, Bratwürste und Nackensteaks vom Grill, Kaffee und Kuchen reichlich. Beste Voraussetzungen für viele und lange Hör- und Sehgenüsse. Die hatten alle schon auf dem Weg von der Park-Wiese über den Skulpturenweg mit Blick auf den Folkfest-Ort. Drei Spielstätten gab es in der Remise, dem Rasenzelt und bei der Jurte der Pfadfinder. Man brauchte es nicht, denn das Wetter spielte mit: Sonnenschein, kein Wind. Und ganz viel Musik, die man kannte, bei der man mitsingen konnte, die an schöne Zeiten erinnerte.

„Musiker spielt auf, wir wollen den Maibaum aufstellen“ hatte Hans Strichau das Fest eröffnet. „Wie schön blüht uns der Mai“ sangen (fast) alle nach dem der Maibaum aufgestellt war.

Jeweils eine halbe Stunde Programm war für die Gruppen auf den beiden Hauptbühnen vorgesehen. Ein Zeitplan, der im Wesentlichen auch eingehalten wurde. Nachmittags kam noch eine weitere Spielstätte auf dem Platz neben der Remise dazu: Folk-Fans- und Könner mit hell klingenden Instrumenten. Leider oft hörbar auf der Remisen-Hauptbühne. Wie auch der ungebremste Redebedarf einiger Besucher, die sich auch laut unterhalten mussten, „denn die Musik war ja so laut.“ Schöner und wertschätzender wäre es nicht nur für die Musiker, auch für Zuhörer gewesen, wenn der Unterschied zwischen Lautsprecher- und echt handgemachter Musik stärker bewusst wäre.

Das musikalische Angebot - alles bei freiem Eintritt, auch freiem Parken – war sensationell vielseitig und ansprechend. Zu fachkundig geleiteten Führungen auf dem Skulpturenweg gab es reichliche Abwechslung für die Ohren: Auf der großen Bühne drei Mal mit dem großen Orchester – um die 30 Mitglieder; „Twang Gang“, „Das walte Hugo“ – diesmal allein durch Mit-Organisator Patrick Goeser auf seinem Dudelsack und dem selbst zusammengeklebten „Geesthorn“ nach Alphorn-Vorbild, jedoch reisefreundlich zusammenschiebbar. Des Rätsels Lösung: Eine Angel übernahm die Rolle des langen Rohres. „Akkerboom Speelmanslag“, auch mit schwedischen Gesängen, Helge Keipert, Hüttenfolk, Hofchor, Tasty Tunes und viele mehr. Im Rasenzelt traten unter anderen „Saitenwanderer, „2 för you“, „Folk di Watt“ auf.
Namen, die sich zu merken lohnt. Alle spielten handgemacht, sangen dazu. Songs aus dem Leben, in verschiedenen Sprachen, plattdeutsch war natürlich auch dabei.

Insgesamt herrschte lockere Stimmung. Man war sich einig. Die Atmosphäre auf dem Kolonistenhof stimmt. „Weil es in der Nähe keinen Straßenlärm gibt, ist sie sogar noch der in Rixdorf überlegen“ fasste der Dudelsackspieler Jürgen Turkowsky aus Fahren (Probstei) zusammen. Er hatte sich auf dem Kinderspielplatz einen Platz vor der Torwand ausgesucht. Weit genug weg allen anderen Musikern, die durch seine Dudelsacktöne gestört werden könnten. Sie dringen locker durch manche Mauer, aber nicht über den Hügel zum Kolonistenhof.



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