Karate : Ein Fähnchen, das Hoffnung macht

Sophie Schumacher vom Karateverein Fuji Yama Eckernförde.
Sophie Schumacher vom Karateverein Fuji Yama Eckernförde.

Ein erwartetes Erstrunden-Aus gab es für die Eckernförderin Sophie Schumacher (Fuji Yama) bei den Deutschen Karate-Meisterschaften in Erfurt.

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01. Juli 2015, 06:00 Uhr

Eckernförde | Erwartungsgemäß zahlte die Eckernförderin Sophie Schumacher vom Karateverein Fuji Yama bei den Deutschen Meisterschaften Lehrgeld. Im stiloffenen Kata-Wettbewerb verlor Schumacher in der ersten Runde der Junioren-Mädchen gegen die Frankfurterin Hanna Ziai. Doch die Niederlage kam nicht überraschend, viel wichtiger war es, bei der DM die Atmosphäre eines großes Turnieres zu erleben.

Nach dem Kampf ging immerhin ein Fähnchen in der Farbe hoch, in der Sophie kämpfte. Das bedeutet, dass dieser Punktrichter die Eckernförderin vorne sah, und nicht wie die anderen vier Punktrichter die Gegnerin aus Frankfurt. „Das war schon ein Erfolg“, sagt Sophies Vater Karsten Schumacher der selber auch Punktrichter ist. Eine Chancengleichheit war bei dieser Deutschen Meisterschaft für Sophie sowieso nicht gegeben. In ihrem Verein wird im Kata – also dem Kampf gegen einen imaginären Gegner – die Stilrichtung Wado gekämpft. Dieser Stil ist deutlich weniger kraftvoll als das Shotokan, weshalb dieser Stil bei stiloffenen Wettkämpfen oft Vorteile hat. Auch Sophies Gegnerin Hanna Ziai kämpfte im Shotokan-Stil und kam auch deshalb eine Runde weiter.

Dennoch war die Reise nach Erfurt nicht umsonst. „Die Impressionen, die man bei so einer DM sammeln kann, sind auch viel wert“, sagt Karsten Schumacher. Richtig ernst wird es für Sophie dann am 3. Oktober. Dann findet in Halle/Saale der Deutsche Wado-Cup statt. Hier trifft Sophie dann ausschließlich auf Gegner, die ebenfalls in ihrem Wado-Stil Zuhause sind. „Dann gilt es“, weiß auch Vater Karsten. Sollte die Eckernförderin dort überzeugen können, könnte sie das Ticket für die Europameisterschaften in Luxemburg Ende Oktober lösen, was ein großer Erfolg wäre.

Die Bilanz der weiteren Teilnehmer in Erfurt aus Schleswig-Holstein war gemischt. Im Kata flogen drei von vier Startern in Runde eins raus. Einer in Runde zwei. Wie erwartet lief es im Kumite dagegen richtig rund. Die Karatekas aus Nübbel um den wiederholten deutschen Meister Felix Behrendt sahnten mit drei Titeln ordentlich ab.

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