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Konzerte im Schaugarten am Kanal : Ein Erlebnis für alle Sinne

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Schaugarten am Kanal in Neuwittenbek machte Auftakt für die Open-Air-Konzerte Husumer Duo In2Parts

Bei bestem Sommerwetter pilgerten am Sonntag wieder viele Menschen in den Kanalgarten in Neuwittenbek. Hier haben Doris Burghardt und Ingo Kruse ein kleines Paradies geschaffen.

An vielen lauschigen Plätzchen im Garten können die Gäste Kaffee trinken, selbstgebackenen Kuchen essen, den Vögeln und Fröschen lauschen und die Schiffe im Kanal beobachten. Über 2500 Pflanzenarten leben mittlerweile im mit viel Liebe zum Detail gestalteten Garten. Doris Burghardt bietet Kochkurse mit selbstgezogenen Kräutern an und wer hoch über dem Kanal Urlaub machen möchte, kann eine Ferienwohnung im historischen Kanalhaus mieten.

Das neueste Projekt von Doris Burghardt ist eine kleine Open-Air-Konzertreihe. Die Auftaktveranstaltung am Sonntag bestritt das Duo In2Parts aus Husum. Eine echte Herausforderung war es für Julia (19) und Louisa (15) gegen den Wind anzusingen, die sie aber mit Bravour meisterten. Open Air macht den beiden ohnehin viel Spaß. Pop und Oldies standen auf dem Programm im Kaffeekonzertgarten. Etwa die Hälfte der Lieder waren eigene Kompositionen von Julia. Für die Gäste machten die beiden Mädchen mit ihrer Musik den Besuch im Garten zu einem Erlebnis für alle Sinne: Kaffee und selbstgebackener Kuchen, verzehrt an lauschigen Plätzchen mitten in einem liebevoll gestalteten Garten, dazu wunderbare Musik. Die Gäste waren begeistert.

Mit dabei war - wie bei allen Konzerten des Duos - die nordfriesische Schafdame Elsa, das Maskottchen von In2Parts. Anfangs arbeiteten die beiden Mädchen mit einem Produzenten zusammen, der im Rollstuhl saß. Dessen Begleiter fotografierte ständig Schafe, wenn sie gemeinsam unterwegs waren. Das führte dazu, dass Lieder über Schafe entstanden und den Weg in ihr Repertoire fanden. Schließlich reifte die Idee mit dem Maskottchen. Nach einem passenden Namen haben die beiden lange gesucht. „Er sollte ältere Leute ansprechen, aber auch Kinder.“, sagte Julia. Elsa ist dabei heraus gekommen und die sitzt nun bei allen Konzerten brav in ihrem Körbchen auf der Bühne.

Das musikalische Talent der beiden Schwestern Louisa und Julia wurde früh entdeckt. Als Ihre Mutter die beiden im Kindergartenalter zur musikalischen Früherziehung in die Musikschule schickte, taten sie das, was Kinder mitunter tun: Sie gaben den Erwachsenen ehrliche Rückmeldung. Wenn die Musiklehrerin einmal nicht den richtigen Ton traf, ließen ihr das die beiden nicht durchgehen. Das sei ihr damals schon ein bisschen peinlich gewesen, sagt Mutter Susanne Mohr (56) und schmunzelt. Heute ist sie mächtig stolz auf ihre beiden inzwischen 15- und 19-jährigen Töchter und unterstützt sie nach Kräften. Sie fährt sie zu allen Auftritten und Studioterminen und das seit inzwischen fünf Jahren. Die beiden jungen Sängerinnen sind familiär durchaus vorbelastet. Musiker und Komponisten lassen sich in der väterlichen Familie von Susanne Mohr bis zurzeit von Martin Luther zurückverfolgen, also 500 Jahre.

Julia macht gerade ihr Abitur. Dem folgt ein Praktikum an der Musikschule in ihrer Heimatstadt Husum. Nach dem Praktikum geht es weiter nach Hamburg, entweder zu einer Musikausbildung oder zu einem Musikstudium. Das weiß sie noch nicht genau. Ihre jüngere Schwester Louisa hat noch keinen konkreten Berufswunsch.
„Im Laufe des Sommers sollen drei weitere Konzertnachmittage mit sehr unterschiedlichen Musikrichtungen im Kanalgarten stattfinden.“, so Doris Burghardt.
Der Kanalgarten ist vom 1. Mai bis 3. Oktober sonn- und feiertags immer von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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