Schlafen an ungewöhnlichen Orten : Ein Engländer im Strandkorb

Sitzt zum ersten Mal in einem Strandkorb: Der Engländer Andrew Eames schreibt für die Sunday Times über den Eckernförder Schlaf-Strandkorb als ungewöhnlichen Ort zum Übernachten.
Sitzt zum ersten Mal in einem Strandkorb: Der Engländer Andrew Eames schreibt für die Sunday Times über den Eckernförder Schlaf-Strandkorb als ungewöhnlichen Ort zum Übernachten.

Der Londoner Journalist Andrew Eames schreibt für die Sunday Times über seine Nächte in einem Eckernförder Schlafstrandkorb.

Arne_Peters-8499.jpg von
15. Juni 2018, 06:34 Uhr

Eckernförde | Wo man nicht alles schlafen kann: In Stuttgart zum Beispiel kann man in einem Weinfass nächtigen, in Schweden in einer Unterkunft auf dem Grund eines Sees und in Großbritannien in einem Baumhaus. Der Engländer Andrew Eames hat für das „Travel Magazine“ der Sunday Times die zehn ungewöhnlichsten Plätze zum Schlafen auf dieser Welt ausfindig gemacht. Und Eckernförde gehört dazu.

Hier kann man nämlich in einem Strandkorb schlafen, was für Engländer per se schon ungewöhnlich ist. „Wir haben nämlich keine Idee davon, was ein Strandkorb ist“, sagt der 60-Jährige. „Und schon gar nicht, dass man darin schlafen kann.“

Als er seine Geschichte fertig hatte, gefiel ihm der Gedanke an eine Nacht am Strand so sehr, dass er mit der Eckernförder Touristik Kontakt aufnahm. „Ich habe der Sunday Times angeboten, darüber eine separate Geschichte zu schreiben.“ Die Redaktion stimmte zu. Und so war Andrew Eames jetzt für zwei Nächte in einem der beiden Schlafstrandkörbe zu Gast, die seit zwei Jahren im Eckernförder Sand stehen.

Und als er es sich zum ersten Mal in seinem Leben in einem Strandkorb gemütlich machte, erfuhr er von Touristik-Chef Stefan Borgmann alles Mögliche über die Strandmöbel. Dass sie besonders gut den Wind abhalten und auch verschließbar sind. Sie können stets in Richtung Sonne gedreht werden und sind tageweise, aber auch für eine ganze Saison zu mieten. Borgmann: „Für eine ganze Saison liegt die Miete für einen normalen Strandkorb bei 250 Euro. Die 550 Euro Anschaffungskosten haben wir also nach etwas mehr als zwei Jahren wieder drin.“

Warum es keine Strandkörbe in England mit seinen Stränden und ebenso kaltem Wind gibt? „Ich denke, sie würden bei uns Opfer von Vandalismus werden“, sagt Andrew Eames, der versteht, dass in Eckernförde eine Security-Firma nachts aufpasst.

Doch wenn er schon einmal in Eckernförde war, wollte der freiberufliche Journalist mit dem Hang zu deutschen Themen auch die Umgebung erkunden. Eine Radtour stand an und der Besuch von Restaurants und Attraktionen wie der Bonbonkocherei.

Ob ihm Eckernförde und der Schlafstrandkorb gefallen haben? Morgens um 9 Uhr war der Korb zumindest noch geschlossen, seine Schuhe standen davor. Schlafen konnte er also gut im Strandkorb. Vielleicht fällt sein Artikel genauso gut aus, und Eckernförde erlebt bald einen Engländer-Boom.

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