Millionen-Projekt : Ein einzigartiges Gebäude

So wird das neue Vereinsheim am Sportzentrum aussehen. Besonders hervorzuheben ist die gläserne Fassade im Bereich der Gastronomie, die im Dunkeln illuminiert werden soll.
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So wird das neue Vereinsheim am Sportzentrum aussehen. Besonders hervorzuheben ist die gläserne Fassade im Bereich der Gastronomie, die im Dunkeln illuminiert werden soll.

Gemeinde Gettorf feiert Grundsteinlegung für das Vereinsheim am neuen Sportzentrum

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13. Mai 2015, 06:01 Uhr

Gettorf | Ein Teil des neuen Sportzentrums ist bereits zu erkennen: Gestern feierte die Gemeinde Grundsteinlegung für das Vereinsheim, das nicht nur die Umkleideräume für die Sportler vorhalten wird, sondern auch eine Gastronomie. Ein Gebäude, das man in dieser Funktion in der Region noch nicht gesehen habe, schwärmte Bürgermeister Jürgen Baasch, bevor er gemeinsam mit Architekt Kai Bremer traditionsgemäß eine Kartusche mit Bauzeichnungen, Tageszeitung von gestern und Münzgeld im Mauerwerk versenkte.

Die ersten Mauersteine wurden schon auf der 25 Zentimeter starken Sohle gesetzt, die am Freitag betoniert wurde. In zwei Wochen soll die Decke folgen, dann das Sockelgeschoss, Zimmer-und Dachdeckerarbeiten, gab Baasch den Fahrplan vor und räumte ein: „Das Zeitfenster ist ziemlich eng.“ Im Herbst soll das Haus mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Millionen Euro soweit fertig sein, dass die Sportler sich dort umziehen und den Kunstrasenplatz bespielen können, für den die Arbeiten voraussichtlich Ende Juli beginnen werden, teilte Peer Hansen vom Büro eds-Planung mit. Denn den Platz am Ringweg braucht die Gemeinde, um dort eine weitere Kita zu errichten (wir berichteten).

Der Bauausschuss sollte am Montagabend mit Beschluss des Entwurfs und der Auslegung des Bebauungsplanes Nr. 75 Baurecht für den Neubau sowie vorgesehene Wohnbebauung schaffen. Erste Ideen für die Erschließung und Bebauung hatten Ingenieur Marc Stümke vom Büro Rohwer und Partner sowie Stadtplanerin Kerstin Langmaack bereits in der Bauausschusssitzung Ende April vorgestellt. Doch weil die mit den dort geäußerten Anregungen überarbeiten Pläne den Ausschussmitgliedern nicht rechtzeitig genug vorlagen, wurde noch kein Beschluss gefasst. „Die neuen Pläne sind noch zu frisch“, teilte der Bauausschussvorsitzende Marco Koch (CDU) mit. „Wir haben sie gestern erst gesehen.“

Der erforderliche Entwurfs- und Auslegungsbeschluss soll nun in der Gemeindevertretersitzung am kommenden Mittwoch gefasst werden. Insgesamt plant die Gemeinde auf dem Gelände 60 Wohneinheiten verteilt auf drei Mehrfamilienhäuser und 44 Einfamilien- und Doppelhäuser. Vorbesprochen wurde jedoch, wie von Planer Marc Stümke in der Bauschusssitzung Ende April bereits favorisiert, die Regenwasserproblematik über einen Graben zu lösen und nicht über Rohre. In allen drei im nördlichen Bereich zur Gartenstraße hin geplanten Mehrfamilienhäusern sollen die Erdgeschosse seniorengerecht ausgebaut werden, die Firsthöhe der Mehrfamilienhäuser soll statt vorher auf 10,50 Meter auf neun Meter begrenzt werden. Ob, wie andiskutiert, im südlichen Bereich des Gebietes Reihenhäuser entstehen könnten, muss ebenfalls noch entschieden werden.

Über den Funktionsräumen des Vereinsheims befindet sich die Gastronomie, für die die Gemeinde bereits zwei Interessenten hat, wie der Bürgermeister verriet. Ein Ausschreibungs- und Auswahlverfahren steht noch aus. Das Obergeschoss wird von allen vier Seiten eine gläserne Fassade bekommen, wodurch sich eine einzigartige Transparenz ergebe, sagte Baasch weiter, der dem Bau gutes Gedeihen, den Bauleuten Unversehrtheit und dem fertigen Gebäude Gottes Schutz wünschte. „Ich sehe der Fertigstellung des Gebäudes in der anberaumten Zeit mit Freude entgegen“, fügte der Architekt hinzu, der für den Baufortschritt auf besseres Wetter hofft, als es zur Grundsteinlegung war. „Es soll ein guter Sommer werden, haben die Wetterfrösche gesagt“, zeigte sich Bremer optimistisch.

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