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Solarpark in Brekendorf : Ein Dorf setzt auf Sonnenstrom

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Photovoltaik-Projekt in der ehemaligen Kiesgrube in Brekendorf / Solarpark betriebsbereit / Größte Anlage im Kreis Rendsburg-Eckernförde

von
erstellt am 30.Okt.2014 | 05:54 Uhr

Jetzt muss nur noch die Sonne scheinen: In Brekendorf wird der bisher größte Solarpark im Kreis Rendsburg-Eckernförde errichtet. In den vergangenen zwei Monaten sind unzählige Pfähle in den Boden gerammt, Solarmodule montiert und Kabel verlegt worden. Die technischen Voraussetzungen sind mittlerweile abgeschlossen. Die Photovoltaik-Freiflächenanlage in der ehemaligen Kiesgrube im Süden der Gemeinde steht bereit, um in Betrieb genommen zu werden.

„Wir müssen alle etwas dafür tun, um die alternativen Energien voran zu bringen.“ Mit diesem Argument hatten sich die Gemeindevertreter zu Beginn des Jahres entschieden, die über zehn Hektar große Fläche als Sondergebiet für Solaranlagen auszuweisen. Nachdem sich die Gemeinde 2009 „mit 62 Prozent der Stimmen“ gegen die Errichtung von Windkraftanlagen ausgesprochen habe, sei das Votum für Solaranlagen jetzt der richtige Schritt, sagte der stellvertretende Bürgermeister Preben Holl. „Man darf nicht nur von anderen Orten verlangen, etwas zur Energiewende beizutragen, sondern muss auch selbst aktiv werden.“ Zudem werde Brekendorf in einigen Jahren auch Gewerbesteuereinnahmen durch die Photovoltaikanlagen erzielen. Denn die Gemeinde hat vertraglich festgelegt, dass der Betreiber der Solaranlage, die Verwaltungs-GmbH Solarpark Brekendorf, den Firmensitz in Brekendorf nimmt.

Das Gelände mit den Solarmodulen gehörte zuvor der Kiesabbaufirma Holcim, die bereits vor zwei Jahren den Antrag an die Gemeinde als Inhaber der Planungshoheit gestellt hatte, in dem Bereich der ausgeschöpften Grube ein Sondergebiet „Photovoltaikanlage“ auszuweisen. Im Auftrag des Betreibers hat das Meldorfer Unternehmen Aldra Solar nun die Anlage aufgebaut. Der Geschäftsführer Bernd Sönnichsen rechnet mit einer Spitzenleistung von 4,7 Megawatt.

Insgesamt 18 832 Solar-Module wurden in der ehemaligen Kiesgrube installiert. Der Strom werde in das örtliche Stromnetz eingespeist. „1230 Haushalte können pro Jahr versorgt werden“, so Sönnichsen. Das sind mehr als doppelt so viele, wie es im 1000-Einwohner-Ort Brekdendorf gibt.

„Die Module haben eine Lebenserwartung von 25 bis 30 Jahren“, sagt Bernd Sönnichsen. Sein Unternehmen wird auch nach der Inbetriebnahme des Sonnenparks mit Brekendorf verbunden bleiben und die Produktion des alternativen Stroms ständig kontrollieren. „Wir überwachen die Anlage per Internet und können auf Störungen sofort reagieren. So werden die Ausfallzeiten und damit auch die Ertragsausfälle der Photovoltaikanlage minimiert.“

Ein konkreter Termin für den Startschuss des Megaprojekts in der ausgedienten Kiesgrube steht noch nicht fest. „In Kürze“ solle der Energiepark seine Arbeit aufnehmen. Ohnehin lässt sich die Sonne erfahrungsgemäß im grauen November nur selten blicken.

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