Golf-Bundesliga : Ein deutlicher Fingerzeig auf die Saison

In Festtagsstimmung: Jutta Alberts freut sich über ihr Eagle auf Loch 18.
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In Festtagsstimmung: Jutta Alberts freut sich über ihr Eagle auf Loch 18.

Der Altenhofer Herrentrainer Nils Sallmann übt nach Rang vier am 1. Spieltag in Hamburg Kritik: „Wir haben unsere Leistung nicht abgerufen“. Die Damen wurden trotz gutem Spiel nur Fünfter und damit Letzter.

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19. Mai 2015, 06:00 Uhr

Hamburg | Dieser erste Spieltag in der 1. Golf-Bundesliga Nord war ein Fingerzeig auf das, was die Altenhofer Teams in dieser Spielzeit erwarten wird. Auf der Anlage des GC Hamburg-Falkenstein kamen die Damen nicht über den fünften und damit letzten Platz hinaus. Die Herren kehrten nach den acht Einzeln und vier Vierern als Vierter ins Clubhaus ein. Dabei war für die Spieler von Headpro Nils Sallmann an diesem verregneten und kalten Maitag deutlich mehr drin.

Die Ausgangslage für die Damen des GCA war schon direkt mit dem Aufstieg in der vorherigen Saison klar. Da der Club seine Philosophie auch nach dem Aufstieg nicht aufgeben wollte, und weiterhin auf seine langjährigen und jungen Spielerinnen setzt, kam keine bundesligaerfahrene Verstärkung dazu. Um in der 1. Liga mithalten zu können, bedarf es schon ausgezeichneter Tagesformen von allen Spielerinnen. Davon war die Mannschaft am Sonntag in Hamburg gar nicht soweit entfernt, was dennoch nicht zu mehr als dem letzten Platz reichte. „Wir haben wirklich gut gespielt, auch wenn unsere Platzierung etwas anderes sagt“, meint Teamkapitän Chris Kobarg. Sie selber kam mit 79 Schlägen von der Einzelrunde. Nur die 78 von Jutta Alberts waren noch besser. Auf Loch 18 gelang Alberts mit zwei Schlägen auf dem Par 4 sogar ein Eagle. Lange Zeit sah es auch bei Katharina Drerup nach einer richtig guten Runde im Einzel aus, bis auf den Frontnine – also den Löchern 1 bis 9 – zwei Double Bogeys und ein Triple Bogey eine richtig gute Platzierung verhinderten. Am Ende fehlten aber doch einige Schläge, um Platz fünf zu verhindern. „Es waren extrem schwierige Bedingungen“, sagt Kobarg. „Und auch die Fahnenpositionen waren alles andere als leicht.“ Dennoch: Die Stimmung bei den GCA-Damen ist auch nach Spieltag eins gut, wobei eine Erkenntnis haften geblieben ist: Die Gegnerinnen nehmen den Sport nicht so locker. Freundliche Worte unter Sportkameraden – Fehlanzeige.

Die Herren von Trainer Nils Sallmann konnten Platz fünf knapp vermeiden und an den Mitaufsteiger GC Hösel abgeben. Dennoch ist Sallmann nicht zufrieden. Dabei sah er zumindest von einem Trio sehr ordentliche Einzelrunden. Justus Jürgensen und Moritz Graf zu Rantzau spielten jeweils eine 72, und auch die 73 Schläge von Moritz Ackerhans waren durchaus konkurrenzfähig. Die zwei Streichergebnisse leisteten sich etwas überraschend Falk von Wildenradt (81) und Youngster Niklas Theilken (86). Beiden gelang kein einziges Birdie im Einzel. Auch im Vierer waren die formstärksten GCA-Golfer Jürgensen und Graf zu Rantzau. Sie bildeten ein Team und kamen nach einem starken Finish (Birdie-Eagle-Par) auf 73 Schläge. Zudem kamen noch zwei Runden mit jeweils 76 und eine mit 77 Schlägen dazu. Headpro Sallmann hätte sich dennoch eine bessere Teamleistung gewünscht und stellt fest: „Wir sind auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Wir waren heute einfach nicht gut. Dass es am Ende noch für Platz 4 gereicht hat, ist gut. Mehr aber auch nicht. Wir haben es einfach nicht geschafft, unsere Leistung abzurufen. Aber genau das ist das Ziel für jeden Spieltag.“

Weiter geht es für die beiden Mannschaften in zwei Wochen. Die Damen reisen am Sonntag, 31. Mai, zum G&LC Berlin-Wannsee. Die Herren gastieren zeitgleich beim Frankfurter GC. Danach folgt fast einen Monat Pause, bis es wieder einen Doppelspieltag beim GC Hubbelrath gibt. Am 19. Juli steigt dann der mit großer Vorfreude erwartete Heimspieltag in Altenhof. Bleibt zu hoffen, dass sich die GCA-Teams bis dahin an das Niveau in der Liga gewöhnt haben, und befreit vor eigenem Publikum aufspielen können.

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