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Eckernförder Zeitung

24. Juli 2017 | 08:42 Uhr

Richtfest : Ein Campus für Elitesoldaten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Marine feiert Richtfest für ihr Multifunktionsgebäude des Kommandos Spezialkräfte der Marine. Baukosten: 12,4 Millionen Euro.

Eckernförde | Die Marine hat gestern Richtfest gefeiert: Das neue Dienst- und Unterkunftsgebäude für das Kommando Spezialkräfte der Marine im Marinestützpunkt ist mit Gesamtbaukosten von 12,4 Millionen Euro eines der größten Einzelprojekte am Standort. Bis 2028 will das Bundesministerium der Verteidigung rund 400 Millionen Euro in den Stützpunkt investieren und 560 neue Dienstposten schaffen. Damit entwickelt sich Eckernförde neben Wilhelmshaven zum zweitgrößten Standort der Marine in Deutschland.

„Mit diesem Multifunktionsgebäude wurde ein weiterer Meilenstein geschaffen“, erklärte Frank Eisoldt, Geschäftsführer der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) in der Richtfestrede. Das GMSH übernimmt die Bauherrenvertretung für den Bund. Das Bauprojektmanagement seitens der Bundeswehr liegt beim Kompetenzzentrum Baumanagement Kiel, das Teil des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr ist.

4190 Quadratmeter Nutzfläche weist der Neubau auf, der aus zwei vier- bzw. dreigeschossigen Gebäuderiegeln und einem zweigeschossigen Verbindungsbau besteht. Baubeginn war im Oktober 2015. 952 Quadratmeter sind für 52 Unterkunftsräume mit einer Größe von je 13,5 Quadratmeter gedacht. Jeder Raum verfügt über ein eigenes Bad und ist mit Flachbildfernseher, Kühlschrank und Inernetanschluss ausgestattet. „Da die Bundeswehr die besten Leute für diese Eliteeinheit gewinnen will, müssen auch attraktive Arbeitsbedingungen geschaffen werden“, sagte Eisoldt. Mit den beiden bereits im April bezogenen Unterkunftsgebäuden bildet der Neubau einen eigenen Campus für das Kommando Spezialkräfte der Marine. Die Freifläche zwischen den einzelnen Gebäuden kann zum Antreten oder für Freizeitakitvitäten genutzt werden.

Mit der Fertigstellung des Multifunktionsgebäudes im Oktober 2019 hat der Bund bis jetzt 33 Millionen Euro in den Stützpunkt investiert. Das gesamte Projekt im Stützpunkt, der nach der Schließung der Preußer-Kaserne voraussichtlich 2021 auch das Sebataillon aufnehmen soll, sei eine städtebaulich-verkehrliche und infrastrukturelle Herausforderung: „Es entsteht eine kleine Stadt innerhalb einer Stadt“, so Eisoldt.

Ganz oben auf der Liste steht auch die Sanierung der Taucherübungshalle, die seit sechs Jahren geschlossen ist (wir berichteten). Der Stand: Es liegen drei Sanierungskonzepte vor, über die bis Ende Juni entschieden werde, sagte Frank Eisoldt von der GMSH. Im September solle dann die Ausschreibung erfolgen.

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erstellt am 18.Mai.2017 | 05:52 Uhr

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