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Eckernförder Zeitung

17. Oktober 2017 | 19:37 Uhr

Ein Büro für sechs Naturparks

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Naturparkverein Hüttener Berge sucht Paten für die Wanderwege / Spätestens 2019 soll ein hauptamtlich besetztes Büro das Ehrenamt entlasten

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erstellt am 12.Aug.2017 | 05:37 Uhr

Als der Vorstand des Naturparkvereins Hüttener Berge die Ergebnisse der Qualitätsoffensive bekam, die der „Verband deutscher Naturparke“ initiierte, bestätigten die Ausführungen die eigene Einschätzung. „Wir sind gut, aber wir könnten noch besser sein“, bringt es der Vereinsvorsitzende Hans-Claus Schnack auf den Punkt. Lang ist die Liste mit den Projekten, die die Ehrenamtler des Vereins in den vergangenen Jahren in der Region realisiert haben und damit den Naturpark als touristisches Ziel aufwerteten. „Wir könnten noch mehr, aber als Ehrenamtler ist das nicht zu leisten“, so Schnack.

Daher hat der Klein Wittenseer interessiert den Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung gelesen. Auf Seite 62 heißt es da, dass das Potenzial der sechs Naturparks weitgehend ungenutzt sei. Die Arbeit der Naturparks solle daher gestärkt und das Budget erhöht werden. „Dann hat sich noch das Wirtschaftsministerium bei uns gemeldet“, berichtet Schnack. Im Oktober wolle eine neunköpfige Delegation in die Hüttener Berge kommen. Auch Vertreter des Umweltministeriums wollen sich ein Bild von den Naturparks machen, schon in diesen Wochen wolle man kommen. Und für den September hätten alle Naturparks eine Einladung nach Kiel erhalten, ergänzt Schnack. „Unsere Arbeit wird endlich wahrgenommen“, so der Vorsitzende, diese Anerkennung seitens der Politik habe er in der Vergangenheit lange vermisst. Schnacks Wunsch ist es, und das habe er auch von den Kollegen der anderen Naturparks gehört, dass ein zentrales Büro eingerichtet wird. Zwei Hauptamtliche sollen von hier aus die Geschicke der Naturparks leiten. „Es hapert einfach am Personal“, sagt Schnack, der nun hofft, dass sowohl Kreis als auch Land ab 2019 Geld für ein Naturparkbüro bereitstellen.

Die Synergieeffekte seien immens, ist sich Schnack sicher. Als Standort für das Büro biete sich die Amtsverwaltung in Groß Wittensee an. Vor allem die Beantragung von Projekten, das Ausfüllen von Förderanträgen und Preisabfragen seien für das Ehrenamt mittlerweile zu aufwendig. Künftig könnte eine Beschilderung nicht nur für einen Naturpark ausgeschrieben werden, sondern bei Bedarf gleich für alle. Zudem würden viele Fördergelder auch verfallen, weil sie nicht abgerufen werden.

Dabei könnte der Naturpark diese angesichts der Vorhaben, die noch umgesetzt werden sollen, gut gebrauchen. So soll beispielsweise ein zugewachsener Wanderweg, rund zwei Kilometer lang, von Jerusalem bei Owschlag nach Lehmbek und Schoothorst wieder hergerichtet werden. Die Gemeinden Brekendorf, Ascheffel, Ahlefeld-Bistensee und die Landesforsten beteiligen sich daran. In den Brekendorfer Forsten soll eine reetgedeckte Schutzhütte saniert werden.

Ins Stocken geraten sei allerdings ein Gemeinschaftsprojekt – ein Wanderweg vom Westensee bis an die Schlei. Zumindest der Naturpark Hüttener Berge will seinen Beitrag leisten und das Teilstück von Sehestedt bis nach Missunde durch ein Ingenieurbüro überplanen lassen. Schilder, Infotafeln und Ruheplätze sollen auf diesem Weg errichtet werden.

Bei einem anderen Projekt hofft der Naturparkverein auf freiwillige Helfer. So müssen die 27 Wander-, Rad- und Skaterouten, die in einer Broschüre dargestellt sind, regelmäßig kontrolliert werden. „Mal fehlen Schilder, mal blockiert Bewuchs den Durchgang“, sagt Schnack. Einmal im Jahr werden die Strecken von einer Firma in Schuss gebracht, doch das reiche oftmals nicht. Daher sollen sich Paten für die Routen finden, die die Schäden an den Vorstand melden. So könne man schnell reagieren und den guten Zustand der Wege sicherstellen. „Einige Paten haben wir schon.“ Aber beispielsweise für die 13,7 Kilometer von Fleckeby nach Krummland oder die 9,1 Kilometer vom Owschlager See zum Owschlager Moor werden noch Freiwillige gesucht.

 

>Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.naturparke.de oder www.naturpark-huettenerberge.de.

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